#49 - Anna Ritzinger - "Noch nicht radikal genug!"

Shownotes

Anna Ritzinger ist Aktivistin, Feministin, Veganerin, Model und Mitgründerin der Hofgemeinschaft Vegan Bullerbyn. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Haltung oft als Radikalität wahrgenommen wird – und was es braucht, um trotz Gegenwind weiterzumachen.

Folge als Video bei YouTube: https://youtu.be/VpH3ytIG8Fo

Mehr zu Anna: Instagram: https://www.instagram.com/anna.ritzinger/ Vegan Bullerbyn: https://veganbullerbyn.de/

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Transkript anzeigen

00:00:00: Hi, ich bin Pascal.

00:00:02: Herzlich willkommen in meinem Bett!

00:00:05: Jetzt mal ein bisschen anderer Podcast.

00:00:06: Ich liege aber aus Gründen hier.

00:00:08: Ich habe nämlich MECFS und eine Kopfgelenksinstabilität.

00:00:13: Kennt bisher kaum jemand, aber genau daran würde ich am liebsten mit euch zusammen etwas ändern.

00:00:20: Es wird allerdings kein reiner Krankheitspodcast, sondern Talkformat mit überraschenden und spannenden Themen.

00:00:27: Mit sehr persönlichen Gesprächen und vor allem mit unglaublich tollen Gästen!

00:00:32: Ja und weil ich natürlich nicht zu meinen Gästens kann legen sich meine Gäste zu mir in dieses Bett.

00:00:40: Legt euch gerne mit dazu.

00:00:54: Wenn ich bei Diskussion dir mir wichtig sind, nur halb so viele Arsch in der Hose hätte wie sie dann wär'n wir wahrscheinlich bei den Diskussionen einiges erspart geblieben.

00:01:03: Auf der anderen Seite bin ich... Aber eher auch so der ruhige Typ, vielleicht doch eher so der Brückenbauer und habe trotzdem irgendwie eine starke Meinung zu ganz vielen Themen über die wir heute sprechen.

00:01:14: Und auch ein sehr ausgeprägten Gerechtigkeit sind.

00:01:16: aber dieses Spannungsfeld finde ich enorm faszinierend.

00:01:19: also wie viel Radikalität zum Beispiel braucht man um in unserer Gesellschaft etwas zu verändern?

00:01:25: Was ist überhaupt Radikalität?

00:01:26: und weiß nicht würde sie von sich überhaupt sagen, dass sie radikal ist.

00:01:31: Sie ist auf jeden Fall Tierschutzaktivistin unter anderem, sie ist Veganerin und hat einen Lebenshof gegründet.

00:01:36: Sie isst Feministin, sie isst Politikerin, sagt über sich selbst für die Linke eigentlich zu links.

00:01:44: Dann ist sie Model unter anderm... Ich hoffe ich vergesse jetzt nichts!

00:01:48: Und allen voran ist sie aber Mutter- und Partnerin.

00:01:51: also da ist ganz viel drin heute Leute und ich freue mich auf ein spannendes Gespräch mit Anna Ritzinger.

00:01:57: Hi Anna

00:01:58: Hi, danke für die Einladung.

00:02:00: Ja sehr gerne!

00:02:01: Ich sehe du hast es dir in deinem Bett bequem gemacht das ist ja cool.

00:02:03: Ja ich dachte mir passt ja hör mal wer da liegt dann lieg doch auch mal ein bisschen rum.

00:02:08: Ja finde ich toll, danke dass Du den Gedanken mitträgst für diese Podcast-Idee hier für dieses Projekt und auch Danke für Deine Unterstützung, dass Du so fort zugesagt hast.

00:02:16: Ich habe Dir geschrieben bei Instagram und dann hast Du gesagt ja dieses Projekt für mehr Sichtbarkeit von MEcFS unterstütze ich gerne und sofort.

00:02:22: Genau auf jeden Fall wenn ich was beitragen kann.

00:02:25: doch schön

00:02:26: Ja, das ist total super.

00:02:27: Und ich weiß gar nicht ob du bist ja Kreisrätin, ob dir dieses Thema als Anna oder auch als Politikerin irgendwo schon mal über den Wege laufen des MEcFS, schon mal irgendwelche Berührungspunkte gehabt?

00:02:38: Tatsächlich jetzt erst darüber, dass du mich angeschrieben hast so direkt!

00:02:42: Also ich muss sagen es mir noch nie wirklich im Alltag begegnet.

00:02:45: Auch was, wo du mich angeschrieben hast und mir ein bisschen erklärt hast, was das Konzept von einem Podcast ist.

00:02:50: Es war sowas, was mich irgendwie sofort... Was ich sofort so cool fand, du holst die Welt zu dir nach Hause.

00:02:57: Du kannst nicht in die Welt gehen und deswegen kommt die Welt so zu dir.

00:03:01: Und das ist was, was ich sehr gut nachvollziehen kann auch wenn ich natürlich viel mehr Möglichkeiten habe diese Welt zu gestalten.

00:03:07: aber ein bisschen ... Ich habe es sofort so gefühlt als Idee, weil das auch ein bisschen ... Das ist was ich hier hab.

00:03:13: Ich bin quasi um ihr Zuhause und eigentlich alles, dass coole Menschen kommen hierher, coole Geschichten kommen her, cooles Sachen kommen her... Und das finde ich total stark, dass du das geschafft hast wirklich aus deinem Bett heraus in deinen Bett zu ermöglichen.

00:03:31: Das ist ja eine wahnsinnige Ressource die du dafür dich aufgemacht hast Finde ich wiederum total inspirierend und hab mich total, das war auch der Grund warum ich gleich zugesagt habe.

00:03:40: Weil mich das so, weil ich das als so ja inspirierenden empfunden habe wie du eben dein Leben einfach anpackst damit.

00:03:47: Vielen Dank!

00:03:48: Ja da freue ich mich erstens sehr drüber.

00:03:49: Danke für die lieben Worte Und zweitens ist das ja tatsächlich auch was?

00:03:53: Da würde ich mich gar nicht so als Einzelfall auch betrachten sondern was ganz ganz viele MEcFS Betroffene oder Egal, welche Erkrankungen Menschen die zu Hause in ihrem Bett liegen.

00:04:02: Ja vor der sie auch irgendwie stehen.

00:04:03: und ich glaube das ist was wo man vor ganz vielen Leuten den Hut ziehen kann gerade in diesen Zeiten Die vielleicht ans Bett gefesselt sind oder so Und trotzdem nicht aufgeben und dann halt sagen okay wenn die Wenn ich nicht zu dem Ding kann Dann hole ich die Dinge irgendwie zu mir und da habe Ich auch bei bei ganz vielen anderen Menschen Ganz ganz großen Respekt davor.

00:04:22: also umso mehr Vielen Dank dass du auch mit dabei bist Bei diesem Podcast Projekt.

00:04:28: Ich habe ja gerade noch ein paar Themen aufgezählt und ich finde, wir könnten wahrscheinlich zu jedem dieser Themen irgendwie eine einzelne Folge aufmachen.

00:04:35: Also Veganismus, Feminismus, Kommunismus, Polyamorikum, habe ich sogar vergessen, aufzuzählen.

00:04:41: Da könnten wir sogar zwei Folgen wahrscheinlich so machen.

00:04:44: Also da könnten wir eine ganze Menge drüber machen.

00:04:47: aber mich interessiert vor allem... Wer dahinter steckt?

00:04:49: Also wer ist die Anna als Mensch?

00:04:51: und wie bist du zu dieser glasklaren Haltung gekommen.

00:04:55: Du bist ja in vielen Diskussionen, hast du eher die unbequere Positionen, die du vertrittst aber eine sehr starke Haltung.

00:05:01: Ist das bei dir schon immer so gewesen?

00:05:06: Ich fände es ganz spannend.

00:05:07: In der Anmoderation hast du gesagt dass du das als Kontrast zwischen uns empfindest, dass du eher so der ruhige Typ bist oder so... Es spannend, weil ich tatsächlich wenn ich jetzt an meine Schulzeit zum Beispiel zurückdenke auch immer eine sehr zurückhaltende Person war.

00:05:24: Also es ist auf keinen Fall so dass sich schon immer... also ich glaube ich hatte schon immer eine starke Meinung.

00:05:29: Ich wurde auch immer dazu gefördert meine Meinungen auch zu bilden und zu vertreten.

00:05:37: Aber es ist durchaus nicht so gewesen, dass mir das immer leicht gefallen ist damit nach außen zu gehen.

00:05:41: Also ich war tatsächlich eher eine zurückhaltende Person, eher ne ruhige Person... Ja also das ist nicht so immer da gewesen.

00:05:53: Das kann ich nicht sagen!

00:05:55: Ich finde das halt spannend weil ich meine, da gibt's auch Ne Gleichzeitigkeit.

00:05:58: Dass eine muss das andere ja auch nicht zwingend ausschließen und das ist ja auch ein bisschen vielleicht Themen oder Tagesformen abhängig wo man die Brücke braucht und wo den Fels in der Brandung oder wie beides vielleicht zusammen gut funktionieren kann.

00:06:10: Aber mich interessiert natürlich auch dann so ein bisschen durch die Blume gefragt, wie du aufgewachsen bist.

00:06:14: also hast du da von deinen Eltern zum Beispiel etwas mitgegeben bekommen?

00:06:17: Von deiner Familie.

00:06:18: Wie war das ?

00:06:20: Ja tatsächlich Also ich muss sagen Ich habe schon glaube ich ein bisschen was Oder einen Teil davon bestimmt auch von meiner Mutter mitbekommen.

00:06:28: Meine Mutter ist halt selber immer Aktivistin gewesen.

00:06:31: also solange ich denken kann damals schon viel so in der Gegen- gegen Atomkraftbewegung und was da damals halt alles so die großen Bewegungen waren, in Friedensbewegungen aktiv.

00:06:44: Hat sich immer sehr für soziale Gerechtigkeit engagiert und ich war das habe es eigentlich von klein auf mitbekommen dass man eben auf Demos geht, dass man Petitionen macht.

00:06:56: Dass man sich engagiert mit Leuten ins Gespräch geht.

00:06:59: Ich glaube das ist schon so eine Sache die ich von der Seite auch mitgekommen habe obwohl ich jetzt nicht in allen Themenbereichen komplett... Ich würde jetzt nicht sagen, ich bin genau wie meine Mutter.

00:07:09: Also das ist auf gar keinen Fall!

00:07:11: Aber ich glaube, wenn dir etwas ungerecht vorkommt dann mach was dagegen so.

00:07:17: Das wurde mir schon auf jeden Fall kann man sagen in die Wiege gelegt.

00:07:21: Dazu kommt auch noch dass ich auch sehr viel Zeit bei meinen Großeltern verbracht habe.

00:07:26: Mein Großvater war Oberkirchenrat und da sind sie eine ganz andere Richtung aber nichtsdestotrotz auch sowas wo... Gerade jetzt die Arbeit mit Menschen, also die Seelsorgearbeit.

00:07:40: Was vor allem meine Großmutter gemacht hat ist etwas, womit ich unbedingt aufgewachsen bin mit so was wie Sterbebegleitung, mit Umgang mit Menschen mit Behinderung, mit verschiedenen Lebenskrisen einfach auch mit der Ungerechtigkeit, mit der viele Menschen konfrontiert sind und gleichzeitig haben meine Eltern mich, meine Großeltern mich auch sehr darin bestärkt eben auch... ja auch kritisch zu sein, Dinge zu hinterfragen.

00:08:06: Dass man jetzt vielleicht nicht unbedingt so in Bezug stellen würde mit diesem sehr christlichen Aufgewachsensein so.

00:08:11: aber also die haben mich tatsächlich auf darin bestärkt auch zu rebellieren und Dinge zu Hinterfragen und haben mir halt auch ein großes Wissen, sehr viele Bücher nennen guten Zugang zur Literatur einfach vermittelt und ich glaube das hat schon auch dazu beigetragen

00:08:30: Ja.

00:08:31: Ganz, ganz spannend!

00:08:31: Da kommt ja richtig viel zusammen.

00:08:33: weil ich gerade so gedacht habe okay du warst eher ein ruhiges zurückhaltendes Kind und wirst dann natürlich auch von deinen Eltern, von deinen Großeltern irgendwie geprägt und stellen wir da grad sofort wieder eine Großelteren dir so ein bisschen die Impulse zur Rebellion mitgeben und deine Eltern dann sagen aber herzlichen Dank.

00:08:47: bislang ist sie grade ruhig und entspannt gewesen und auf einmal weiß er noch wieder was anderes das kindliche Rebellon und sich wirklich im Widerstand zu befinden gegen Ungerechtigkeiten.

00:08:57: Genau, ich glaube das ist auch gar nicht.

00:08:59: Ich hatte natürlich in meiner Pubertät und so was meine Probleme und meine Konfliktpunkte mit meinen Eltern, meinen Großeltern wie auch immer sehr auch ganz normal.

00:09:09: aber insgesamt würde ich sagen, wenn man nur die Kernfamilie anguckt doch eine sehr behütete und harmonische Kindheit.

00:09:20: also ich habe ein gutes Verhältnis.

00:09:22: zu meinen Geschwistern sind mir viele Herausforderungen im Leben begegnet, aber daran trägt jetzt meine Kernfamilie keine Schuld wenn man so sagen will.

00:09:34: Also das sind halt einfach Dinge die papiert sind.

00:09:36: also da hatte ich wirklich immer eine sehr gute... Ja, eine sehr Basis, so dafür mich zu entwickeln.

00:09:45: Und das ist auch so lustig gerade wenn ich über Feminismus was mache und dann kommt immer drunter so ja weil ich nicht von meinem Papa geliebt worden bin oder weil ich keine vernünftige Vaterfigur habe oder so und alle Feministinnen haben irgendwie keinen guten Daddy so.

00:09:59: und dann denke ich halt an meinen Papa der einfach der beste Papa in der Welt ist.

00:10:02: wo ich mir so denk so einfach hundert Prozent Support-Hilfe bei vielen Sachen, die ich so mache.

00:10:10: Denkt zu hart, die Anna mit ihren Spinner reinzunehmen.

00:10:13: Weil das natürlich irgendwie nicht seine Welt ist aber der trotzdem unbedingt hinter mir steht und mich supportet und für mich einsteht und dann hänge ich mir mal so... Das ist einfach so kurz gedacht.

00:10:25: Also das ist bei mir nicht der Grund dass sich keinen guten Papa hat.

00:10:29: Ja, da hätte ich mich jetzt auch sehr weit aus dem Fenster gelähnt und behauptet, dass das nicht so war.

00:10:34: Ich mein gut über Social Media können wir gleich ja nochmal an extra Stelle irgendwie sprechen weil das ja nun mal ein sehr besonderes Feld ist mit ganz vielen Pseudo-Argumenten und Vereinfachungen die einfach nicht tragen.

00:10:47: aber ich finde es total spannend.

00:10:48: also erstmal freut mich das zu hören, dass du so eine Kindheit hattest und dass du da so getragen wurdest und dass auch wenn man nicht immer einer Meinung ist, dass trotzdem der Support da ist Das ist ja auch was wo ich denke, dass wird das gesamtgesellschaftlich Also dir ist im Kleinen quasi das Passiertfamilie, von dem wir gesamtgesellschaftlich glaube ich gerade einfach sehr viel mehr sehr gut vertragen können.

00:11:07: Ja also es geht sogar über meine Eltern und Geschwistern und Großeltern hinaus auch wenn ich jetzt habe eine sehr große Familie auch Tanten Onkels Cousin in Cousins Wir sind eigentlich alles sehr eng miteinander insofern dass wir uns wirklich unterstützen.

00:11:20: also auch wenn wir alle ganz ganz unterschiedliche Lebenswege einen geschlagen haben würde ich doch sagen dass wir insgesamt Tendenziell alle eher Menschen sind, die denken so normal heißt nicht richtig.

00:11:33: So ich gucke mal für mich selber wie so mein Weg ist.

00:11:36: also das sind sehr viele ungewöhnliche Lebenswege dabei und was da cool ist.

00:11:42: Also ich weiß Ich kann jetzt einfach irgendwie bei irgendeiner x beliebigen Kussine klingeln und sagen Mist, bei mir ist gerade alles blöd.

00:11:50: Ich weiß grad nicht wohin und dann wird mir eine Tür geöffnet und ein Tee gekocht und dann kann ich erst mal bleiben bis ich halt wieder gehen will.

00:11:58: Also trotz der Unterschiedlichkeit auf jeden Fall da und auch ganz wertvoll.

00:12:04: Richtig gut.

00:12:05: also du müsstest nicht einkaufen im Zweifel.

00:12:06: Du würdest immer irgendwo Asyl bekommen bei deiner Familie?

00:12:10: Im Notfall ja!

00:12:11: Ja, richtig gut.

00:12:12: Ich finde das total toll!

00:12:13: Wir würden uns direkt

00:12:14: irgendeinseitig in den Wahnsinn treiben.

00:12:15: Das kann auf jeden Fall gut sein.

00:12:17: aber ich glaube erst mal so dieses, dass man sagt so hey klar komm rein wir finden irgendwie gerade eine Lösung und das versuche ja auch hier mit dieser... ich lebe ja in einer solidarisch organisierten Kommune und das ist ja im Grunde, worum man auch.

00:12:29: das was wir hier leben das wäre einfach sagen hey wir sind ein Ort da kannst du hinkommen, da bekommst du Unterstützung, wir sind in safe place für menschliche und nicht-menschliche Tiere.

00:12:39: Wir versuchen uns einfach trotz unserer Unterschiedlichkeit gegenseitig gut zu tun, zu supporten, zu unterstützen genau.

00:12:49: Und ja das ist glaube ich schon was, was ich wirklich auch so mitbekommen habe und was in mir so geblieben ist als unbedingte Voraussetzung für ein lebenswertes Leben oder dass ich jetzt mit dir was ich meinen Kindern mitgeben möchte?

00:13:04: Find' ich total super!

00:13:06: Also für alle, die jetzt nur hören und nicht bei YouTube gucken.

00:13:08: Ich mache gerade zwei Daumen nach oben!

00:13:10: weil ich damit sehr resoniere mit dem, was du gerade gesagt hast.

00:13:14: Finde es aber trotzdem spannend, würdest du dann sagen, dass dieses so deutlich Haltung zu zeigen und so auch wirklich straight zu sein in deiner Meinungsäußerung und hinter den Dingen zu stehen die dir wichtig sind?

00:13:25: Dass das dann Prozess gewesen ist, dass sich das so entwickelt hat dann mit der Zeit oder gab's irgendein Thema irgendwo ein Erlebnis, ein Ereignis oder sowas, was dich so geprägt hat, dass du auf diesen Weg gekommen bist?

00:13:37: Also ich glaube es war tatsächlich so ein bisschen Entwicklungsprozess.

00:13:40: Ich habe einfach gemerkt, dass mich hat schon immer... Mich haben schon immer Dinge sehr stark angefasst, irgendwelche Ungerechtigkeiten.

00:13:49: Also meine Großeltern, also meine anderen Großelter hatten quasi Landwirtschaft.

00:13:55: Da bin ich auch mit aufgewachsen und da war halt schon das mit den Tieren einfach immer ein Riesen-Thema für mich.

00:14:01: Ich wurde ja dann auch so im Alter von ungefähr dreieinhalb Vegetarierinnen.

00:14:06: Das war damals schon echt verrückt so Anfang der Achtziger, so auf dem fränkischen Bauern.

00:14:10: Und

00:14:11: dann irgendwie so, du findest jetzt so guitarisch so mein Gott die kann gar nicht niemals rot werden und niemals... Also nicht aus der wird nie was werden.

00:14:18: So, das war erst mal ein großer Schock.

00:14:20: natürlich.

00:14:22: Aber das war für mich einfach so eine Reaktion auf dieses starke Ungerechtigkeitsempfinden, was ich da in dem Moment hatte.

00:14:32: und so ging es mir halt.

00:14:33: grundsätzlich also in der Schule wenn jemand irgendwie gemobbt wurde oder wenn ich einfach irgendwie erlebt habe dass irgendwas nicht fair ist, dann hat es ganz viel mit mir gemacht und dann hatte ich diesen Impuls dagegen zu kämpfen.

00:14:47: Aber gleichzeitig war ich damals einfach noch nicht in der Position das aufzukönnen weil ich mich nicht getraut habe, weil ich nicht gedacht hab dass ich die Person bin die irgendwie Veränderung schaffen kann.

00:14:59: Ja, mein Gefühl für meine eigene Wirksamkeit war einfach noch nicht so ausgeprägt.

00:15:04: Ich dachte so ich kann da helfen indem ich mich selber anders verhalte?

00:15:08: Ich kann da vielleicht helfen in dem ich Hilfsangebote mache aber ich kann jetzt nicht diejenigen sein die sich davor stellt und sagt nein jetzt ist stopp so ne Jetzt hört ihr mir zu.

00:15:19: Ich glaube das ist damals noch nicht gewesen Und ich hatte dann tatsächlich auch ein paar nicht so schöne Lebenserfahrungen.

00:15:29: Zum einen habe ich nämlich eine Missbrauchserfahrung gehabt, noch in meiner Kindheit bzw.

00:15:35: auch in meiner frühen Jugend.

00:15:37: Das hat sehr viel gemacht und auch erst mal noch eine größere Sprachlosigkeit ausgelöst.

00:15:42: also da hab ich dann erstmal noch mehr gedacht.

00:15:44: so Ich bin nicht wirksam war ich sehr lange krank und man wusste nicht so richtig, was ich habe.

00:15:54: Also ich hatte immer so sehr hohes Fieber plötzlich und am ganzen Körper Schmerzen und das ging über mehrere Jahre.

00:16:03: bis ich dann mit achtzehn in akutes Nierenversagen hatte.

00:16:07: Mir wurde auch in dem Zuge eine Niere entfernt und ich habe quasi auch ne chronische Nierenerkrankung, also auch an meine Niere die ich jetzt noch hab hat den gleichen Geburtsfehler der damals nicht erkannt wurde.

00:16:19: Dadurch hat sich meine Niire selber zerstört und es waren einfach viele Jahre wo das sehr viel Raum eingenommen hat weil es mir permanent körperlich nicht gut ging.

00:16:30: Es ist aber von Ärztinnen immer so auf dieses, naja das ist dir die Psyche und so Pubertät.

00:16:36: Klassiker

00:16:37: ja!

00:16:37: Also es war denn halt irgendwie bis zu diesem wirklich akuten medizinischen Notfall wo ich tatsächlich dann auch das Bewusstsein verloren habe und so... Und dass wirklich schon sehr weit fortgeschritten war einfach die Blutvergiftung dann auch... War das einfach was was viel Raum eingenommen hat?

00:16:54: Wo ich jetzt nicht in dem Modus gewesen wäre Ich kann jetzt kämpfen Und das war auch so ein Moment, also ich habe dann auch in der Zeit ging es mir tatsächlich dann auch psychisch sehr schlecht wo man jetzt halt sagen kann was hat was bedingt.

00:17:09: Also es war dann tatsächlich so dass ich gar nicht wusste was sich aus meinem Leben so richtig machen möchte.

00:17:15: und danach wartest du dieses Ich will eigentlich doch leben, also das war ein sehr starker Moment für mich.

00:17:23: Weil ich so gemerkt habe, so kurz davor zu sein, das Leben zu verlieren und dann auch zu wissen, ich hab jetzt diese gründliche Erkrankung, ich muss damit leben.

00:17:32: Ich werde wahrscheinlich eine stark verkürzte Lebenserwartung haben.

00:17:36: Es waren damals noch ganz viele andere Dinge die mir damals gesagt wurden als junger Mensch.

00:17:41: Und ich war da so ach voll krass.

00:17:43: und dann habe ich irgendwie gemerkt... Eigentlich will ich leben und eigentlich will ich auch was aus meinem Leben machen.

00:17:49: Das war so der erste wirklich so kräftige Schub in die Richtung, jetzt...

00:17:56: Ja verstehe ich!

00:17:58: Jetzt tu was ne?

00:17:59: So je wert aktiv.

00:18:02: Und dann ging es noch eine ganze Zeit so weiter ohne dass ich Aktivistin war aber wo ich schon ein bisschen lauter geworden bin.

00:18:11: Ich habe mir damals Ich hab damals angefangen mit Modeln, mit der Schauspielerei.

00:18:17: Das war was, das mir auch geholfen hat, weil ich dadurch gelernt habe ... Das war dann quasi nicht meine eigene Stimme, die ich erheben musste, sondern in eine Rolle.

00:18:24: So, ich konnte dann in einer Rolle sprechen.

00:18:27: Aber ich hab irgendwie gemerkt so, ich kann einen Raum füllen mit meiner Stimme.

00:18:33: Ich kann ne Botschaft transportieren, auch wenn es zu dem Zeitpunkt noch nicht meine eigenen Botschaft war.

00:18:38: Aber das hat auf jeden Fall

00:18:38: ... Das ist ein bisschen Testballon, könnte man sagen?

00:18:40: Genau, es hat auf jedem Fall etwas gemacht dass ich eben gemerkt hab, mit meiner Präsenz kann ich was bewegen.

00:18:49: Das hat ein bisschen etwas gemacht ... Ich würde jetzt nicht sagen, mit meinem Selbstbewusstsein, weil ich bin nach wie vor nicht der selbstbewusste Mensch!

00:18:57: Aber es hat zumindest etwas gemacht mit dem, wie ich meine eigene Wirkung einschätzen kann und das hilft dann.

00:19:06: Erst durch den Aktivismus, also durch den Tierrechtsaktivismus mit dem alles angefangen hat.

00:19:11: Erst durch die Tierreichtsaktivistin-Aktivismus würde ich sagen habe ich so richtig meine Stimme gefunden und bin so laut und unbequem geworden und hab' die Angst davor verloren anzuecken Und hab' den inneren Peoplepleaser soweit unterdrückt.

00:19:27: Ja, da könntest du mir vielleicht nochmal zwei oder drei Tipps geben was den inneren People Pleaser angeht.

00:19:33: Also erstmal tut mir das natürlich leid was du da alles erleben musstest jetzt nicht aus Mitleid sondern vor allem aus Mitgefühl.

00:19:41: dann vielen Dank für deine Offenheit auch darüber so zu sprechen und natürlich aber auch großartig was daraus entstanden ist.

00:19:47: ja also ich sage mal so.

00:19:48: gerade was Selbstwirksamkeit dann angeht glaube ich kann mich, können auch viele andere chronisch kranke Menschen die das jetzt hier sehen oder hören sich sehr mit identifizieren.

00:19:58: Auch dass es oftmals so Situationen sind oder so Erlebnisse, die einen entweder in die eine oder in die andere Richtung führen.

00:20:05: Insofern freue ich mich sehr, dass es dich eher in diese Richtung geführt hat und natürlich trotzdem auch spannend zu hören, dass du gar nicht so selbstbewusst bist.

00:20:14: aber daran merkt man dann ja auch wieder, dass Selbstbewusstsein nicht immer zwingend auch was mit selbst... Wert oder vor allem auch Selbstwirksamkeit zu tun haben muss, ne?

00:20:23: Genau.

00:20:23: Also das ist halt irgendwie auch so ein bisschen was anderes.

00:20:26: also ich finde... Ich würde schon sagen dass ich ein Stück weit selbstbewusst bin in meinem Aktivismus.

00:20:32: Also ich weiß, dass ich...

00:20:33: Ah ja okay!

00:20:35: Ja, also ich fühle eine gewisse Selbstwirksamkeit in dem Rahmen indem sie halt diese Selbstwirksomkeit überhaupt möglich ist weil in Kapitalismus keine Tierbefreiung erreichen werden.

00:20:49: Und ich weiß, dass ich wahrscheinlich auch keine Revolution anführen werde und also das gibt immer ganz viele so Sachen ja.

00:20:55: Also unbedingt die Selbstwirksamkeit ist eben auch nicht möglich aber selbst Wirksamkeit im Rahmen dieses Systems ist ja durchaus gegeben.

00:21:03: Ich muss nur jetzt hier aus dem Fenster gucken und es sehe meine geretteten Tiere, die hier draußen rumlaufen.

00:21:10: Es sehen die Menschen mit denen er nicht zusammenlebt Sehe, was wir hier toll ist erschaffen kann.

00:21:16: Wenn ich hier drüben aus dem Fenster gucke auf unseren Gemüsegarten schauen wo wir unser Selbstversorger Market Gardening Gemüße anbauen und sehe da Menschen die da gerade arbeiten und das ist ja alles, was das hat mit mir zu tun Und das gibt mich natürlich schon des Gefühl, wirksam zu sein und etwas erschaffen zu können was nen Mehrwert hat und was meinen Werten entspricht.

00:21:39: Gleichzeitig ist halt eher so dieses Gefühl so mit mir selber.

00:21:44: So wie bin ich gut genug?

00:21:46: Das ist eher sowas, wo ich trotzdem immer noch viel arbeiten muss um da irgendwie zu sein oder das eben... dass nichts mit mir macht wenn nicht soviel Gegenwind bekommt der ja auch nicht auf der Sachebene bleibt womit ich gut

00:22:00: um mich kann

00:22:01: sondern der halt sehr entwertend ist.

00:22:05: Das ist denn schon was da muss ich schon bewusst arbeiten in mir wirkt, so was es ja halt nicht soll und ja auch Quatsch wäre.

00:22:15: Ja wobei auch da wieder ne?

00:22:17: Da steckt so viel drin.

00:22:18: also ich sag mal so da können wir gleich noch ein bisschen detaillierter drüber sprechen aber auch da so schade und so traurig dass du quasi als Opfer dieser Anfeindung dich darum kümmern musst wie du damit umzugehen hast und wir nicht quasi an den Tätern arbeiten sozusagen oder weniger an den Tätern arbeiten als das vielleicht der Fall sein müsste.

00:22:34: Das können wir natürlich auf ganz viele andere Themen wie Feminismus zum Beispiel auch übertragen.

00:22:39: Aber erst mal möchte ich gerne kurz wissen, wo du gerade die Tiere angesprochen hast.

00:22:42: Wie geht's Frieda?

00:22:45: Jeder geht heute gut.

00:22:46: Ich habe heute schon ein Bild von ihr gepostet, ich weiß nicht ob du es gesehen hast?

00:22:50: Deswegen komme ich drauf.

00:22:51: ja!

00:22:52: Ja ne, Frida ist aktuell sehr gut eingestellt auf ihre Herzmedikamente und die Epilepsie-Medikament.

00:22:58: Die hatte ja zwischendurch so eine sehr schlechte Phase wo wir wirklich schon überlegt haben ob sie noch Lebensqualität hat jetzt gerade im Sommer wenn zu heim wird.

00:23:06: Und dann haben wir da aber nochmal bisschen mit dem Epilepsy Medikament tatsächlich so ein bisschen experimentiert natürlich mit einer engen Begleitung von unserer Tierärztin.

00:23:17: Und jetzt geht sie aktuell sehr gut, also sie ist viel im Teich und schwimmt.

00:23:22: Sie liebt es ja zu schwimmen weil sie auch Gelenkprobleme hat und dann in Wasser ist er halt leicht und sie blubbert dann immer wie so ein kleines Nilpferd und lädt mich grauen und geht zu ihrer Runden und das ist dann irgendwie doch... Also man hat schon das Gefühl dass die Lebensqualität hat

00:23:41: Ja, aber ihr macht da keinen Unterschied.

00:23:44: Und das ist ja das Schöne und ich finde wenn du jetzt auch nicht Tierärztin erwähnt hättest oder ich gesagt hätte dass es ein Tier ist also Frieda ist ein Schwein.

00:23:51: um das kurz aufzulösen für alle die da keine Ahnung haben die sich damit noch nicht beschäftigt haben auch mit eurem Hof finde ich hatte ich jetzt kein Unterschied rausgehört ob du jetzt über eine Familie Mitglied also er ist ja ein Familienmitglied aber jetzt einen Menschensprich

00:24:03: oder

00:24:04: ein Tier.

00:24:05: Ihr habt ja auch ein paar Monate in meinem Bett verbracht, also von dem her.

00:24:09: Echt jetzt?

00:24:12: Wie cool ist das denn?

00:24:13: Naja gut sie war halt klein und konnte ihre Körpertemperatur nicht halten Und die Schweine währt ihr sehr schnell stuben rein.

00:24:19: Also das ist ja das tolle Anzuhreinenden, dass man die wirklich... Wir verstehen es ja schnell weil die ja schon von ihrem Instinkt her eigentlich gar nicht da halt ihren Stullgang oder so verrichten wollen wo sie auch schlafen.

00:24:32: Das heißt das ist jetzt einfach bei Schweinen irgendwie, wenn man ihnen die Möglichkeit gibt das zu trennen.

00:24:37: Trennen sie es auch?

00:24:38: Und deswegen hat es eigentlich bei den Ferkeln immer gut funktioniert dass die dann die erste Zeit wo Sie halt eigentlich noch die Mama gebraucht hätten Dann halt quasi mich oder uns als Ersatzmamas hatten.

00:24:49: Ja okay alles klar.

00:24:50: ja ich hätte jetzt nicht gewusst in welchem Alter Frieda zu euch gekommen ist.

00:24:54: auf der anderen Seite habe Ich so gedacht wenn ich meine an meiner eigene kleine Tochter denke und ich glaube viele Eltern kennen das Spielt keine Rolle wie groß das Kind ist.

00:25:01: Man hat immer eh am wenigsten Platz im Bett.

00:25:04: Also meine Kinder kommen immer noch ins Bett und die sind groß.

00:25:08: Ja, aber wie schön!

00:25:09: Genießt das so lange, wie es geht?

00:25:11: Ich glaube, dass ist ja was, was wahrscheinlich nicht ewig anhält leider.

00:25:15: Das stimmt.

00:25:16: Ja bei einem siebzehnjährigen Märkis jetzt schon der ist da schon jetzt nicht mehr so.

00:25:19: Also denk von dem werde ich auch noch geknudelt und sowas mich echt freut, aber so... Der will jetzt nicht mit mir im Bett schlafen, das wäre vielleicht doch ein bisschen...ja weiß ich nicht.

00:25:27: Das ist halt einfach auch gesellschaftlich nicht so okay.

00:25:30: Und natürlich auch wichtig, dass er sich so ein bisschen abgrenzt.

00:25:33: Aber so die dreizehnjährige und die beiden Kleinen schlafen durchaus auch noch bei mir im Bett.

00:25:39: Ja.

00:25:39: Es ist übrigens auch was, wo du es gerade ankratzt so ein bisschen gut bei dir finde und wo ich auch selber gerne oft lieben noch mehr gerne stärkere Haltung zeigen wollen würde.

00:25:49: aber dieses Dass du das jetzt dann aus seiner Sicht, aus der Sicht des siebzehnjährigen halt betrachtest und sagst okay er möchte das nicht mehr.

00:25:54: Er ist für ihn vielleicht auch ein bisschen weird und so.

00:25:57: deswegen nicht.

00:25:57: und auf der anderen Seite aber zu sagen ja dass ist gesellschaftlich nicht so wo ich denn immer so denke ja es soll egal was die Gesellschaft also wie etwas zu sein hat so ne?

00:26:06: Ja genau, aber das ist ja auch ein Prozess sich von so gesellschaftlichen Erwartungen zu lösen.

00:26:17: Also wenn er jetzt seit den Freundinnen erzählen würde dass er mit seiner Mama kuschelt dann würden das wahrscheinlich irgendwie Leute würden komisch reagieren oder so und das wisst dann schon eher abschreckend auf eigentlich ganz cool ist.

00:26:32: Also er lässt sich da grundsätzlich nicht so reinreden mit dem, was er tut oder was er nicht tut.

00:26:38: Der macht das schon genau richtig für sich und ich nehme, was ich kriegen kann, quasi um Abung zwischendurch angekriegt.

00:26:45: Manchmal hat es sich lieb, bin ich glaube ich schon verwöhnt für eine Teenager-Marm.

00:26:51: Da kriege ich trotzdem noch viel Gutes von meinen Großen!

00:26:55: Ach, das klingt gut.

00:26:56: Das klingt richtig schön!

00:26:57: Ja toll das auch so zu hören weil ich gerade so denke... Ich habe ja quasi wenn man jetzt mal nur meine Anmoderation für sich nimmt und auch wenn man sich manchmal ein bisschen dein Instagram Profil anguckt.

00:27:07: Wenn man sich näher mit dir beschäftigt fällt einem das finde ich dann irgendwann schon von alleine auf.

00:27:11: aber ich hab dich ja quasi als Hardcore Aktivistin hier mehr oder weniger angekündigt und wir sprechen über Radikalität All die Sachen, über die wir jetzt gesprochen haben.

00:27:20: Da kommt bei dir ein riesengroßes Herz durch und ganz viel Weichheit finde ich, die da ist.

00:27:25: Und deswegen finde ich das so schön immer über diese Gleichzeitigkeit zu sprechen.

00:27:29: Du kriegst ja trotzdem viel Gegenwinds.

00:27:30: Social Media hast du gerade schon angesprochen?

00:27:32: Da sind viele, viele, vielen Sachen dabei, die einfach gar nicht gehen, die extrem schlimm sind auch unter der Gürtellinie.

00:27:39: Und für Widerstand braucht man eine Gegenseite.

00:27:42: Würdest du dich selbst dann überhaupt radikal bezeichnen?

00:27:45: wie empfindest du dich in deiner Art?

00:27:50: Also, ich finde mich nicht radikal.

00:27:54: Ich persönlich find' mich nicht radical aber ich weiß dass meine Art und das wie ich nach außen geht durchaus als radikal wahrgenommen wird.

00:28:02: Natürlich alles um eine Frage der Perspektive.

00:28:04: also es gibt auch Leute die sagen gar nicht radikal genug so.

00:28:09: Ich habe eigentlich schon den Anspruch, einen respektvollen Weg der Kommunikation zu finden.

00:28:16: Meine Sachen gut zu begründen also meine Perspektiven gut zu begründen Leute auch mitzunehmen.

00:28:23: ich bin niemand der jemanden beleidigen verletzen entwerten möchte.

00:28:32: ich entscheide mich im Zweifel immer gegen Gewalt.

00:28:35: deswegen bin ich Tierrechtsaktivistin weil weil ich nicht, weil ich Leuten was verbieten will.

00:28:42: Sondern weil ich sage hey lasst uns doch bitte gegen Gewalt entscheiden.

00:28:47: und ich frag mich inwieweit kann es radikal sein?

00:28:50: Also inwie weit kann es, kann es radical sein wenn ich mich im Zweifel für den friedlicheren Weg entscheide?

00:28:56: Gegengewalt gegen Ausbeutung Wenn ich mich engagiere für eine bessere Welt für alle oder überhaupt für eine lebenswerte welt für alle?

00:29:07: das ist aus für manche radikal, aber dann frage ich mich halt was bedeutet denn dann radikal?

00:29:15: Ja vor allem was ist radikal wenn aus Recht irgendwann unrecht wird.

00:29:19: Ja genau.

00:29:21: Also hier hat unsere Normalität beruht auf Ausbeutung von menschlichen und nicht-menschlichen Tieren und dem Planeten und wir steuern sehenden Auges quasi auf unseren Untergang zu.

00:29:35: Und wenn man das bedenkt, dann sind wir gar nicht radikal genug.

00:29:40: Ich liebe das.

00:29:41: übrigens, dass du von menschlichen und nicht-menschlichen Tieren sprichst – das finde ich ganz großartig!

00:29:45: Wollte ich einmal kurz auch zwischendurch gedrompt haben?

00:29:47: Was leben wir denn in was für einer Welt leben wir da gerade?

00:29:50: Wie würdest du das beschreiben?

00:29:53: Naja ... In der Welt wo einige wenige profitieren und andere unter dem leiden... Das ist ja nicht nur.

00:30:06: Also das kann man quasi so vom ganz Kleinen aufs ganz große übertragen.

00:30:10: Das passiert so jetzt in unserem Land, es ist diese Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer, es passiert ganz viel Spaltung zwischen marginalisierten Gruppen.

00:30:21: also das heißt keine Ahnung Es werden gegen die kleinen aufgehetzt gerade auch politisch so alt gegen jung ArbeitnehmerInnen gegen Arbeitslose, Kranke gegen Alte.

00:30:40: Keine Ahnung was so alles irgendwie so.

00:30:43: da wird irgendwie dann hin und her geschoben?

00:30:46: So Ausländer gegen Deutsche weiß ich nicht.

00:30:49: also das kann man eigentlich beliebig fortsetzen.

00:30:52: Und diejenigen die aber wirklich profitieren von diesem System Die werden dies sind gar nicht Teil dieser Thematik.

00:30:59: Also da schaut man gar nicht hin sondern Von denen geht das aus.

00:31:05: Das wird aber nach unten gegeben und man hinterfragt es

00:31:08: nicht.".

00:31:08: Und klar, natürlich hier auch Thema Tierausbeutung haben wir ganz massiv, aber wir haben ja nicht nur Tier-Ausbeutungen.

00:31:15: Wir haben ja auch Ausbeutungsformen zum Beispiel Arbeitskräften gerade in der Tierindustrie.

00:31:19: Wenn man jetzt als Beispiel Tönnies hat, dann hat man immer wieder so Standale um Tönies... Es sind da Menschen, die zumindest lohnen ohne Papiere irgendwie wirklich bis aufs Letzte ausgebeutet werden.

00:31:33: Völlig ohne Perspektive damit wir dann unser Billigfleisch beim Aldi für neun Neunzehntes Hack kaufen können oder so.

00:31:40: und es lässt sich ja auch alles übertragen.

00:31:42: ich meine Wir haben ein Klimawandel.

00:31:44: Dieser Sommer sollte uns eigentlich wirklich, also wir sollten Panik haben so.

00:31:49: Aber haben wir nicht ja?

00:31:50: Sondern es wird so normal, diese extremen schrecklichen Dinge werden so wahnsinnig normalisiert und wir werden abgelenkt mit irgendwelchen Themen die politisch platziert werden.

00:32:04: Das lässt sich auf die ganze Welt übertragen.

00:32:06: Es gibt immer die, die ausgebeutet werden und von dieser Ausbeutung profitieren.

00:32:12: Die steuern unsere Welt.

00:32:15: Und das ist ein ganz großes Problem.

00:32:19: Auf das versuche ich und viele andere Menschen auf unterschiedliche Weisen aufmerksam zu machen.

00:32:26: Ich glaube es passt vielleicht auch zu dieser Fragestellung bin ich radikal ... Aktivismus ist immer ein Stück weit radikal, weil Aktivismus ja Normen ankratzt.

00:32:37: Normenhinterfragt und unbequem ist.

00:32:41: Und ich finde tatsächlich die meisten Formen von Aktivistmus wenn nicht sogar alle.

00:32:46: Also natürlich kann man das im Detail oder muss man es im Detay immer noch mal anschauen, aber so in großem Ganzen finde ich die verschiedenen Formen von Aktivismus alle sinnvoll und wertvoll.

00:32:57: Und alle Formen vom Aktivismus können unterschiedliche Menschen erreichen oder unterschiedliche Ergebnisse erzielen, die für die Sache als solches wertvoll sind.

00:33:06: Das bedeutet aber nicht dass ich jede Form von Aktifismus für mich selber machen würde, mich mit jeder Wohl fühlen würde?

00:33:14: Aber ich kann sie trotzdem quasi stehen lassen und sagen, also so lange ist jetzt nicht... Also natürlich wird jetzt die Feinheiten von jeder einzelnen Aktivismusformen hier nicht bewerten oder sowas.

00:33:26: Aber im Großen und Ganzen gibt es Leute, die deutlich extremer sind als ich in ihrem Aktivismus wo ich trotzdem sagen würde, ich supporte das unbedingt!

00:33:34: Und andere Leute sind vielleicht wesentlich Anschlussfälger und Softler sind als Ich und vielleicht noch wesentlich mehr Gesellschafts-Normalität mäßig angenommen werden, die ich auch gut finde.

00:33:51: Ich kann das gar nicht so einordnen, auch wo ich mich da selber befinde.

00:33:55: Weil ich persönlich finde eigentlich... ...ich bin doch eigentlich ganz nett, mir kaum noch reden!

00:34:00: Das meinte ich ja gerade eben.

00:34:06: Und trotzdem scheint es ja Menschen zu geben, auch wenn man sich die Internetkommentare dir gegenüber teilweise anguckt, die offensichtlich regelrecht Angst vor dir haben.

00:34:14: Ja anscheinend!

00:34:17: Also ich finde das mit dem Aktiv... Ja, so lange dass man dann so betrachten kann.

00:34:22: Weil wie gesagt da sind ja Sachen dabei die sind schon echt heftig alles was du da an Kopf geworfen bekommst und Du exposed dir zwischendurch auch.

00:34:28: also ich meine du zeigst der screenshots Und machst Bilder und zeigs was du dar geschickt bekommest.

00:34:33: Das ist schon und das haben wir übrigens auch auf allen gesellschaftlichen Ebenen.

00:34:37: Also selbst Ich in meiner öffentlichkeitsarbeit hatte vor ein paar wochen Ein Problem weil ich etwas gesagt habe Was einigen in der betroffenen bubble nicht gepasst hat wurde meiner kleinen Tochter der tot gewünscht wurde.

00:34:47: ja Wo man so denkt wir haben das auf allen Ebenen, dass diese Dinge passieren.

00:34:51: Aber da denke ich mir immer so wie krass musst du etwas in diesen Menschen triggern, das dir sowas an den Kopf schmeißen?

00:34:57: Ja zumal, was ist ja angesprochen mit dem, dass sich auch Dinge expose und so.

00:35:01: aber tatsächlich expose ich ja eher die Sachen, die so ein bisschen lustig sind.

00:35:07: also wo ich mich so denk, das ist halt jetzt irgendwie was Da kann man sich einfach denken, oh Mann ey Klaus.

00:35:13: Was machst du wieder?

00:35:16: Aber jetzt nicht so sehr irgendwelche Morddrohungen, Vergewaltigungsdrohung, also konkrete Bedrohung von mir oder meiner Familie.

00:35:25: Also sowas veröffentliche ich einfach nichts sondern sowas zeige ich dann einfach an.

00:35:30: Ja

00:35:31: gut.

00:35:32: Ja auch keinen Sinn weil ich möchte ja auch Ich möchte auch das nicht normalisieren und ich möchte natürlich auch Menschen nicht triggern, die halt es dann auf meinem Profil lesen.

00:35:40: Also sowas versuche ich auch tatsächlich konsequent zu löschen und wegzublokieren weil ich glaube für so was also... Natürlich sind auch diese anderen Kommentare vollkommen sinnlos und bieten keinen großen Mehrwert.

00:35:53: aber da denke ich mir noch so... Das zeigt halt irgendwie auch etwas auf.

00:35:57: Die sind ja ein Stück weit selbst offenbarend.

00:36:00: Diese Kommentare, die ich da expose oder die nach... Aber die richtig harten Bedrohungen, die keiligt an gar nicht mit meiner Community.

00:36:12: Wie schlimm, dass wir uns mit diesen Themen überhaupt so beschäftigen müssen!

00:36:15: Ich meine bei den lustigen Sachen in Anführungsstrichen könnte man ja noch sagen im besten Fall sorgen... Keine Ahnung vielleicht noch für die Themen, die dir wichtig sind.

00:36:23: Noch ein bisschen mehr Reichweite weil irgendwie Instagram erkennt ja da wird jetzt viel kommentiert.

00:36:28: also das ist ein Video was wir irgendwie verbreiten können so dass dann auch irgendwie dann eine Message mehr Leute erreicht.

00:36:34: aber das ist halt etwas was ich schon... Was ich echt krass finde und was ich finde was ich auch gerade vor allem in den letzten Jahren hier zu den letzten zwei drei jahren vielleicht auch wenn man noch ein bisschen weiter zurück geht seit der Pandemie echt extrem entwickelt hat.

00:36:46: Ist das bei euch in der Familie irgendwie Thema?

00:36:48: Sprecht ihr darüber?

00:36:50: Doch, ich spreche grundsätzlich schon natürlich mit meinen Kindern darüber.

00:36:54: Allgemein über meine Social Media Arbeit also auch mit meinen MitbewohnerInnen, mit meiner Community wie auch immer.

00:37:02: Also mit den Menschen, mit denen ich nicht mit meiner Online-Community sondern mit meiner Real Life quasi bei den Menschen und denen ich halt umgeben bin.

00:37:11: Darüber sprechen wir natürlich viel.

00:37:12: Ich glaube es ist wichtig dass meine Kinder... bestimmte Entscheidungen z.B.

00:37:17: treffen können, also es gibt auch einfach Sachen wo ich dich mit meinen Kindern abspreche ob das okay ist wenn ich zum Beispiel über sie sprech oder wenn weiß ich nicht.

00:37:27: also ich versuche jetzt nicht ich versuch schon sehr vorsichtig mit dem zu sein was halt also dass sich die Grenzen meiner Kinder einfach auf unbedingt respektiert.

00:37:35: das versuche ich wirklich zu tun und sprecht darüber auch viel mit ihnen.

00:37:42: grundsätzlich halt auch, dass wir auch Bedrohungssituationen natürlich ein Stück weit einschätzen können und uns darüber Gedanken machen können wie wir damit umgehen.

00:37:50: Also ich habe das schon zwischendurch oder jetzt eigentlich durchweg in den letzten Monaten, wenn ich zum Beispiel irgendwo hingehe wo ich angekündigt bin, dass sich dann nicht alleine hingehe also Anreiß- oder quasi schon klar ist... Leute mir dann schreiben, ich warte da auf dich oder was weiß ich.

00:38:09: So was muss ich natürlich planen weil ich reise meistens mit den Öffis an und es ist blöd wenn ich alleine unterwegs bin.

00:38:17: so was bedarf halt ein bisschen Planung.

00:38:20: das heißt auch dass sich meine Kinder nicht unbedingt mitnehmen wenn ich irgendwo hingehe wo ich weiss das ist potenziell problematisch.

00:38:28: der Gemeinsinn meiner Kinder ja jetzt steht ja nicht in der Öffentlichkeit.

00:38:34: Auch ganz gut, man weiß auch nicht die Namen oder so.

00:38:38: Und sie sind halt natürlich sich dessen sehr bewusst.

00:38:41: also Sie wissen um die Gefahren so.

00:38:47: aber es ist natürlich, wer mir trotzdem lieber wird ohne das gehen würde natürlich

00:38:52: und ich würde

00:38:53: ja tatsächlich damit aufhören.

00:38:54: Also wenn meine Kinder jetzt sagen würden hey Mama ich komme damit gar nicht klar dass du Social Media machst oder so dann werde tatsächlich auch einfach dann wäre es halt nicht okay, dass ich's mach.

00:39:03: Dann müsste ichs halt auch einfach

00:39:04: lassen.".

00:39:06: Ja das hätte mich noch mal interessiert.

00:39:08: also erstmal ich kann mich da nur wiederholen und ich finde es unfassbar traurig und schlimm, dass wir uns mit solchen Themen überhaupt beschäftigen müssen.

00:39:14: und auf der anderen Seite wäre das eine der Fragen gewesen weil man kommt ja dann zwangsläufig irgendwann an den Punkt wo man sich vielleicht wirklich sagt auch gerade im Hinblick auf deine Familie Ich muss mir das hier nicht geben

00:39:28: Es hat halt einfach auch viel Positives und ich muss mir das nicht geben, ist bei mir halt nur teilweise richtig weil der Hof braucht natürlich Öffentlichkeitsarbeit.

00:39:37: Ja klar!

00:39:39: Und der Hof ist mit mir verknüpft.

00:39:42: also das ist halt einfach... Ich mache von Anfang an die Öffentlichkeit für den Verein.

00:39:46: es ist quasi ein Konzept was sich in großen Teilen entwickelt habe natürlich mit anderen Menschen zusammen aber trotz ich bin die Sprecherin des Vereins Ich bin dafür verantwortlich, dass der Hof sich entwickelt.

00:40:02: Dass der Hof stabil ist und dass Menschen kommen, dass unsere Veranstaltungen besucht werden.

00:40:09: Dass wir in erster Linie natürlich den Aktivismus auch transportieren, den der Hof ja auch machen soll – weil ein Lebenshof der einfach nur Tiere rettet!

00:40:21: bleibt halt immer irgendwie unbefriedigend, weil man ja nicht alle retten kann.

00:40:25: Und nur durch den Aktivismus kann man halt einfach diese Arbeit wirkungsvoller machen und vielleicht wirklich ein Stück weit Veränderung schaffen.

00:40:33: Deswegen ist es wichtig und deswegen empfinde ich das nicht so dass ich jetzt die Wahl habe also ich könnte vielleicht mein Gesicht nicht zeigen oder mich mit meinem privaten Account der ja sowohl der größere ist als auch der polarisierende Polarisierendere, also ich könnte natürlich auf meinen privaten Account verzichten und könnte mich nur noch mit Bullerbüh und Tierrechtsaktivismus beschäftigen.

00:40:59: Aber das wäre halt... Also das würde halt schon auch dem Hof schaden weil natürlich schon über mein privaten account auch relativ viel Zulauf auf den Hof kommt oder Leute den Hof kennenlernen.

00:41:14: Deswegen ist es schon ein Stück weit halt einfach auch eine Notwendigkeit.

00:41:18: Also, auch wenn ich die Welt nicht verändern kann, kann ich ja trotzdem Dinge verändern und das ist nichts.

00:41:26: In mir was veränder, um mich etwas veränder oder vielleicht auch in der große Sache verändern, indem ich irgendein tolles Projekt starte, eine tolle Idee habe für irgendetwas.

00:41:38: Aber es ist nicht egal, was man tut!

00:41:43: Und selbst wenn's egal wäre, würde ich mir nicht erlauben zu denken das es egal ist.

00:41:47: Weil für was soll ich sonst noch aufstehen?

00:41:49: So ja die Welt isst verloren so.

00:41:51: Wenn man sich das jetzt anguckt da, weil man hier Times Up von Marc Benicke anguckt hier immer die Vorträge schaue ich mir gerne an und dann denke ich mir geht mal so kurz eine halbe Stunde danach so Ja Scheiße!

00:42:05: Die Welt ist verloren.

00:42:05: Dann

00:42:08: denke ich mehr.

00:42:09: Also es ist die Realität, es ist gut der Realität in die Augen zu schauen.

00:42:14: Das bedeutet aber nicht dass ich aufgebe!

00:42:17: Ja, das finde ich ist genau die richtige Konklusivo am Ende.

00:42:21: Kurzer Tisa hier an der Stelle, Marc Benicke im Oktober auch hier bei mir im Podcast zu Gast Das kann nicht so an der stelle einfach schon mal droppen werden uns natürlich unter anderem auch über diese Themen unterhalten und ansonsten glaube Ich auch dass wir irgendwo gerade auch einer stelle der evolution gelandet sind als menschheit Als gesellschaft wo wir jetzt wirklich entscheiden müssen wer wir als spezies eigentlich sein wollen?

00:42:43: Das ist die eine seite.

00:42:44: Die andere seite is Ganz so schlimm ist es doch nicht, unser Bundeskanzler sagt doch die Welt geht nicht unter.

00:42:50: Also worüber sollen wir uns Sorgen machen Anna?

00:42:52: Nein in seiner Lebenszeit wahrscheinlich nicht!

00:42:56: Marc Wennecke finde ich cool dass er auf jeden Fall zu dir kommt weil das ist so ein Mensch wo ich mir denke wow krass so.

00:43:02: ne also da fühle ich mich zum Beispiel so dass ich mir denk wow wie inspirierend was ja ein cooler und legender Mensch so und ich denke hier ganz viele Menschen auch.

00:43:12: das macht ja ein Stück weit Hoffnung.

00:43:14: so menschen sind zwar irgendwie das größte Unglück für die Welt und die einzige Spezies, die ihren eigenen Lebensraum nachhaltig zerstört und einfach insgesamt ein richtiges Elend so.

00:43:29: Aber es gibt auch ein paar

00:43:33: coole Menschen.

00:43:33: Ich zitiere sehr gerne Charles Biukowski, der gesagt hat Menschheit du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu.

00:43:38: Das ist mit Sicherheit so.

00:43:39: die eine Seite der Wahrheit und die andere Seite der Medaille ist einfach dass es ganz viele Menschen gibt wie du gerade auch schon gesagt hast die ich unfassbar inspirierend finde.

00:43:48: und ich finde da brauchst du dann Licht nicht unter den Schäffel zu stellen.

00:43:50: also da spielst du mit Marc Benicke in einer Liga.

00:43:56: Wir können ja, weiß ich nicht, vielleicht mal versuchen das noch an einem inhaltlichen Beispiel irgendwie festzumachen.

00:44:00: Also was ja viel diskutiert wurde in den letzten Wochen ... Ich weiß gar nicht ob Monat und ich weiß gar nie von wann die Podcastfolge war oder du warst in dem Podcast.

00:44:08: Da ging es um das Thema Feminismus da ging's um das thema Mann- und Frauunterschiede Und dass du glaube ich einem Teil des Gesprächs deinen Sohn automatisch der Tätergruppe Mann zugeordnet hast.

00:44:20: Vielleicht kannst du das noch mal ganz kurz erzählen, aber das ist wahrscheinlich was wo viele dann in die Richtung Radikalität gehen würden?

00:44:26: Wie es dazu gekommen ist war irgendwie dass ich gesagt habe, dass ich zum Beispiel meinem meinem Sohn versuch oder meinen Zönenversuch zu vermitteln wie sie sich verhalten können damit Frauen sich mit ihnen sicherer fühlen.

00:44:39: und dann hab' ich das Beispiel gebracht, wenn Sie im Dunkeln Also hinter einer Frau herlaufen, dass es ja dann vielleicht eine Möglichkeit ist einfach die Straßenseite zu wechseln.

00:44:50: Damit die Frau nicht das Gefühl hat ich werde verfolgt so jemand läuft hinter mir her.

00:44:56: Eigentlich nur ein Beispiel.

00:44:57: also das war jetzt nicht das eine Ding was du immer tun musst und was immer richtig ist sondern es war so ein Beispiel wo ich mir das müsste doch eigentlich jeder verstehen oder kann ich doch etwas Kleines machen?

00:45:08: Und die andere Person fühlt sich besser so.

00:45:10: Da bricht mir nichts ab, das wäre eine Möglichkeit.

00:45:13: Das war für mich ein harmloses Beispiel.

00:45:16: erst mal und daraufhin kann dann von der Moderatorin die Rückfrage ob ich denn nicht meinem Sohn automatisch unterstellen würde einen Täter zu sein oder irgendwie so war die Fragestellung?

00:45:29: Genau ja!

00:45:30: Dann habe ich gesagt dass ich ihn Also, dass ich ihn zu der Gruppe, die als Täter quasi wahrgenommen wird dazu rechne.

00:45:42: Weil er ist ja ein Mann und damit geht es nicht darum um die Fragestellung ob er Täter ist oder nicht sondern es geht darum das die Frau, die in einem Dunkeln begegnet keine Möglichkeit hat zu wissen ob er täter isst oder nicht.

00:46:02: sie sieht aber das als Mann.

00:46:05: Er potenziell einer Gruppe angehört, die bedrohlich ist.

00:46:10: Wenn ich einen Mann auf der Straße sehe ... Keine Ahnung!

00:46:13: Ich laufe im Dunkeln irgendwo rum.

00:46:15: Ich seh einen Mann, der hinter mir herläuft?

00:46:18: Dann kann das der liebste Mensch dieser Welt sein.

00:46:20: Ich fühl mich aber unwohl weil ich weiß es nicht.

00:46:23: Das heißt,

00:46:24: ich

00:46:24: ordne in dieser bedrohllichen Gruppe zu einfach aufgrund der Tatsache dass er ein Mann ist.

00:46:30: Das bedeutet nicht, dass ich ihm irgendwas unterstelle.

00:46:32: Es bedeutet nicht ,dass er ein schlechter Mensch ist.

00:46:34: Potenziell weiß ich nicht.

00:46:35: Ja, ich weiß es nicht!

00:46:36: Das ist der Punkt und das ist alles was ich gesagt habe.

00:46:38: Ich habe gesagt ja er ist ein Mann und deswegen gehört er zu dieser Gruppe Tätergruppe die für Frauen als bedrohlich wahrgenommen wird.

00:46:48: Und sagt nichts über ihn aus?

00:46:52: Es ist einfach nur eine Tatsache so.

00:46:55: Es ist nicht schlimm und er kann Dinge tun um anders wahrgenommen zu werden, positiver wahrgenommen, weniger bedrohlig wahrgenommen.

00:47:04: Und das Lustige war, ich habe es dann auch danach mit meinem Sohn besprochen.

00:47:07: Weil der kam ja wirklich krass viel Hate!

00:47:08: Also da war er wirklich... Deswegen?

00:47:10: Ich finde, dass ist ein ganz großartiges Beispiel dafür wie krass dir das um die Ohren geflogen ist.

00:47:17: Obwohl du es hier jetzt finde ich sehr gut dargestellt hast, wie du es gemeint hast.

00:47:20: Ja aber ich hab's auch nie anders gesagt.

00:47:22: Also ich habe nicht gesagt, er is'n Täter oder so und es wurde halt wirklich.

00:47:28: Es wurde halt wirklich so da drunter geschrieben, ja stell dir vor du wirst geboren und deine Mutter hasst dich nur weil du nen Penis hast.

00:47:37: Genau.

00:47:38: Oder keine Ahnung?

00:47:40: oder ja Jugendamt man sollte ihr die Kinder wegnehmen.

00:47:44: das war glaube ich zweihundert fünfhundert Mal darunter gestanden oder irgendwie... Also die haben das nicht gepeilt, dass mein Sohn fast erwachsen ist.

00:47:54: Die sind davon ausgegangen, dass der klein ist weil ganz viele haben halt drunter geschrieben so ja wenn der mal zehn ist oder fünfzehn oder so dann wird er dich total hassen und was weiß ich?

00:48:04: Und der Arme und so... Ich fand einfach den Spruch von meinem Sohn so witzig weil ich habe ihm halt so ein paar Dinge.

00:48:10: da hat sich das natürlich auch angehörte zu und ich hab mir halt über ein paar Kommentare mit ihm gesprochen.

00:48:16: Aber Mama macht ihr doch nicht so im Kopf.

00:48:18: Wenn die wissen, wie gut mir bei dir geht's?

00:48:21: Ja.

00:48:23: Ach schön!

00:48:23: Ich hatte mich gewappt nicht so.

00:48:26: Denkst du, sie haben eine Adi-Leute, Mama.

00:48:28: Macht ihr das wegen kein Stress ohne

00:48:29: Mist?!

00:48:31: Ja, wirklich.

00:48:32: Ach toll dass er da so reagiert hat unbekannterweise bei viele liebe Grüße.

00:48:35: ich fühle das sehr.

00:48:36: es ist einfach ein sehr treffendes Beispiel für Für die Perspektive aus der man das bewertet was wir gerade auch schon bei Radikalität hatten.

00:48:43: Das ist wahrscheinlich eine Frage der Perspektiven die man hat und wir müssen natürlich überhaupt nicht darüber diskutieren Dass man sich, wie du gerade selber schon gesagt hast auch als Kerl einfach mal keinen Zacken aus der Krone bricht.

00:48:55: Wenn man sich dann mit so einem Thema beschäftigt und sagt ja was kann ich denn eigentlich tun?

00:49:01: Ich bin ein Mann Ich bin weiß und dadurch schon doppelt privilegiert in dieser Gesellschaft.

00:49:06: Und wo ich dann immer so denke, ja wenn ich schon so privilegert bin als weißer Mann auf diesem Planeten was kann ich denn an Dingen tun die dann der Sache dienen sozusagen?

00:49:16: Wenn sich da für die Straßenseite wechseln verstehe ich nicht warum andere sich deswegen angegriffen fühlen oder das als radikal empfinden.

00:49:23: Das ist etwas was ich zumindest mir.

00:49:24: ihr könnt ja auch gerne mal in die Kommentare schreiben was ihr dazu denkt aber dass es was sich mir nicht erschließt

00:49:31: Ich fand es auch total witzig, weil irgendwie Paarpäswohnen haben auch sowas drunter geschrieben wie ich bin ein Mensch.

00:49:36: Also ich und damit gehöre ich ja auch zu einer Tätergruppe Und ich habe auf die Kommentare nicht die Antwort.

00:49:41: Da hab' ich gedacht mir ja safe!

00:49:43: Und dieses Privileg bin ich mir bewusst und deswegen bin ich Tierrechtaktivistin und deswegen versuche ich mich nicht an Ausforderungen zu mitteiligen.

00:49:52: Weißt du das war so?

00:49:53: Du warst so und da dran ist zu checken, aber dann

00:49:55: hast du's nicht.

00:49:57: Sorry Das bin ich auch in einer privilegierten Position.

00:50:02: Ich bin auch eine weiße Frau, die keine Ahnung nicht arm ist, nicht irgendwie gesundheitlich eingeschränkt aber jetzt nicht in einer Weise...

00:50:14: Klar!

00:50:16: Ich habe so verdammt viele Privilegien.

00:50:19: Aber das bedeutet doch nicht dass ich... Also zum einen muss ich mir meine... Ich sollte mir meiner Privilegien bewusst sein und versuchen mich auf eine Art und Weise zu behalten, dass ich diese Privilegen nicht dafür nutze um anderen ein schlechtes Gefühl zu geben.

00:50:34: Andere fertigzumachen andere auch bebeuten keine Ahnung was?

00:50:37: Und ich darf trotzdem auch andere Menschen auf ihre Privileggien hinweisen.

00:50:41: also ich kann trotzdem sagen so hey du als Mann da wär's cool wenn du das und es tun würdest.

00:50:46: So das hat nichts damit zu tun dass ich mir meine eigenen Privilege nicht bewohrt bin oder dass ich nicht als Mensch pauschal auch einer Tätergruppe angehör tue ich unbedingt.

00:50:54: Ich wollte es gerade sagen, dass eine hat mit dem anderen nichts zu tun beziehungsweise ist einfach wieder inhaltlich ne ganz andere Ebene über die man genauso reden kann aber die in dem Moment einfach mit der Sache nicht zu tun hatte.

00:51:03: Das sollte ja so ein Gegenargument sein!

00:51:05: Ja du bist ein Mensch der gehört auch zu einer Tätergruppe und ich dachte mir halt wirklich du warst zunah dran?

00:51:11: Wie sähe denn Annas Utopia aus?

00:51:13: also was wäre für dich die?

00:51:15: Das klingt jetzt komisch, aber die ideale Welt.

00:51:18: Also wenn du Wünsche offen hättest, wenn du sagen könntest so würdest du dir das vorstellen?

00:51:23: So wär's toll!

00:51:23: Wie wird die Welt aussehen?

00:51:27: Also in erster Linie bedürfnisorientiert also sodass wir einfach produzieren für unsere Bedürfnisse und nicht für Profitinteressen dass wir nach unseren eigenen Fähigkeiten und Ressourcen uns einbringen in einer Gesellschaft.

00:51:49: Also im Grunde so wie wir es hier eben auch tun, jeder kann was anderes, jeder möchte etwas anderes.

00:51:54: Und dann sagt man ja oft als Gegenargument Ja aber da würde ja niemand mehr weiß ich nicht den Müll weg bringen weil das ja ein blöder Job ist.

00:52:02: Aber man sieht ja bei uns das trotzdem auch das Klo geputzt wird und der Müll rausgebracht wird, weil wir natürlich eine intrinsische Motivation haben unser Zusammenleben auch positiv zu gestalten.

00:52:14: Und dann findet sich auch für diese Jobs jemanden der die durchaus macht.

00:52:18: und ja ne Welt die also wie gesagt ist das Thema Profit Orientierung dass gäbe es in meiner Welt auf jeden Fall nicht Leben zur eigenen Zwecken.

00:52:34: Die Freiheit von jedem einzelnen Lebewesen hört da auf, wo es die Freiheit von jemand anderem einschränkt.

00:52:42: Das heißt ich kann quasi alles tun so lange ich halt nicht jemand Anderem damit was wegnehmen.

00:52:49: Das bedeutet jetzt nicht dass ich möchte das jeder Löwe veganer wird um dem schon mal vorzugreifen.

00:52:57: Auf offensichtlich hörst du das oft das Gegenargument.

00:53:01: Aber das bedeutet durchaus, dass wir Menschen und Tiere nicht ausbeuten.

00:53:06: Klar!

00:53:08: Das bedeutet auch, dass Wir einfach Leben nicht zu unserer Verfügung haben.

00:53:15: Es ist ganz klar.

00:53:16: Und es bedeutet eben auch Nichtes Leben von irgendwelchen Menschen im globalen Süden.

00:53:22: Das bedeutet Auch nicht sexuelle Verfügbarkeit von Frauen.

00:53:33: einfach die Chefs sind über unsere Haustiere, sogenannten Haustüre oder über unsere Kinder.

00:53:41: Sondern dass wir einen Miteinander haben, das Lebensqualität, Entfaltung und einfachen Möglichkeiten für jedes Lebewesen bereithält im Einklang mit der Natur begrenzten Ressourcen unseres Planeten.

00:54:02: Da könnte man es, glaube ich,

00:54:03: zusammenfassen.".

00:54:06: Ja und ich stelle mir vor allem die Frage wer könnte etwas dagegen haben?

00:54:10: Also wer könnte jetzt zu den Dingen, die du gerade genannt hast sagen nö das finde ich scheiße so will ich das nicht!

00:54:16: Ja aber ich will mein Fleisch, da hat man schon die Leute der Gegend sind.

00:54:21: So ja aber ich hätte gerne mal Schnitzel.

00:54:23: Lass uns das fast jetzt nicht.

00:54:25: Wenn wir das fast aufmachen, sitzen wir hier morgen früh wahrscheinlich noch.

00:54:28: welche Ebenen darunter dafür sorgen dass die Menschen da bockig werden geradezu oder beleidigt werden weil sie sagen ich will aber mein Fleisch oder Ich will meinen Tempolimit auf der Autobahn nicht oder sonst gibt es ja viele Beispiele.

00:54:42: Ja genau Da stecken wieder ganz andere Gründe dahinter.

00:54:45: Aber ich glaube per se Ist das, was du gerade gesagt hast?

00:54:48: Wenn das die Basis für alles wäre und ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster.

00:54:52: Vielleicht ist es auch nur subjektiv.

00:54:53: aber wenn das alles so wäre wie du's grade beschrieben hast von Anfang an, von Kindesbeinen auf an jeder und jede von uns würde so aufwachsen.

00:55:04: Ich glaube dann würde keiner hingehen Und würde im erwachsenden Alter jammern und sagen ich will mein Fleisch oder ich will meine Porsche

00:55:11: würde man ja gar nicht drauf kommen.

00:55:12: Und ich meine, in Kindern ist es auch gar nicht angelegt.

00:55:15: Das wird ja unsere Gesellschaft, die ja Kinder an diese Sachen einredet und diese Sache normalisiert also Die Werbung das was wir als Normal erleben die anderen Kinder dann im Kindergarten und Schule.

00:55:30: Ich denke wie als Eltern kennen wir alle diesen Moment.

00:55:33: so bei dir steht er noch bevor Das Kind kommt in die Einrichtung und plötzlich kommen ganz andere Themen und ganz andere Wünsche, die vielleicht in der eigenen Familie gar keine Rolle gespielt haben.

00:55:45: Weil man das einfach nie als Thema hatte, weil es nicht die Normalität in der eigenen Familie ist oder jetzt zum Beispiel auch bei mir, also auch meine Geschwister leben größtenteils vegan.

00:55:55: Und so

00:55:55: z.B.,

00:55:55: dass ihr jetzt auch in der erweiterten Familie im Freundeskreis... Also für meine Kinder ist normal vegan zu leben so.

00:56:02: Und das einzige wo sie damit konfrontiert sind dann irgendwie nicht normal ist, gesellschaftlich ist halt Schule.

00:56:11: Da kommt ein bisschen Einflusses, die passieren.

00:56:13: aber wenn die nicht wären warum sollte denn jemand aus?

00:56:16: welches Kind würde dann quasi da sitzen mit einem Kaninchen und einem Apfel?

00:56:21: Und würde dann mit dem Apfel spielen und den Kaninch in den Kopf abbeißen?

00:56:27: Das ist ja vollkommen krank.

00:56:29: Da würde man sagen, das ist ja ein Psyopath.

00:56:32: Das ist eine zukünftige Massenmörder oder so.

00:56:36: Also nicht umsonst sagen wir ja wenn Kinder Tiere quälen dann ist es einen Hinweis auf eine psychische Erkrankung oder auf ne psychische Thematik die man unbedingt anschauen muss und das muss man dann therapieren.

00:56:48: darauf muss man reagieren.

00:56:50: aber gleichzeitig essen wir die Bärchen wo es dann.

00:56:52: Also wir sitzen dann in der Therapie und sprechen mit dem Kind darüber, wie es denn kommt.

00:56:56: Das ist der Katze am Schwanzzieh und nebenbei ernten wir beide einen schinken Sandwich?

00:57:02: Ja!

00:57:03: Das ist eigentlich schon ein richtig schönes Schlussthema finde ich gewesen.

00:57:06: Wird's bei dir gerade dunkler oder ist ein Licht ausgegangen oder so weil ich seh dich auf einmal ein bisschen schlechter?

00:57:12: Nee, eigentlich nicht wundermich auch.

00:57:14: Ich könnte mal noch etwas mehr aufwachen aber eigentlich hat sich nichts verändert.

00:57:17: Alles

00:57:17: gut...

00:57:20: Fenster, was ich ein bisschen öffnen konnte.

00:57:21: Das war nur vorhin sehr hell!

00:57:23: Aber jetzt gibt's dann gut eigentlich, ne?

00:57:25: So vielleicht gar nicht schlecht.

00:57:27: Nee... Ah ja, guck mal da ist sie die Leucht gestalt.

00:57:31: Ich hab gerade schon gesagt wahrscheinlich es einfach nur die Sonne hinter dem Baum oder sowas.

00:57:35: Ja genau kann sein.

00:57:36: Ja, ich

00:57:39: habe eine Folge aufgenommen die ging wirklich bis spät abends.

00:57:42: Ich glaube bis zwanzig Uhr da so unter Wurzeln nämlich automatisch immer dunkler und jetzt hab' ich gerade so gedacht ach bei dir jetzt grade auch.

00:57:48: Ähm ne genau.

00:57:49: Ich habe schon zwanzundzig Uhr aber das ist ganz voll logisch.

00:57:51: Ja guck mal und nicht gemerkt.

00:57:54: Passiert manchmal.

00:57:55: also passiert passiert manchmal bei mir dass sich dann irgendwie mich dann so verquatscht und dann plötzlich... ...ist die Zeit rum?

00:58:02: Und du zeigst ja auch wie wenig man eigentlich braucht, um wirksam zu sein.

00:58:09: Weil viele Menschen stehen ja auch vor diesem Gefühl was kann ich schon tun?

00:58:15: Und ich finde da bist du halt auch ein Mutmacher.

00:58:19: und wie du sagst auch nicht nur du sondern auch andere Menschen die halt aus aus aus wenig oder aus Herausforderungen, aus einer echten scheiß Situation heraus gerade aus der heraus zu Ja, zu einer großen Wirksamkeit finden und damit auch anderen Mut machen eben.

00:58:37: Auch zu sagen so egal wo ich gerade bin, so egal wer ich bin, egal wie meine Herausforderungen sind.

00:58:43: Ich kann wirksam sein in irgendeiner Weise kann nicht wirksam seien und kann nicht teilvoll etwas sein.

00:58:48: Und das finde ich irgendwie eine schöne... Das finde ich ein schönes Schlusswort zu diesem Besonderen von der Podcast.

00:58:55: Ja vielen Dank!

00:58:56: Weil ich

00:58:56: würde es gerne einfach noch loswerden weil jetzt hast du mich so gegläst wie mein Sohn sagen würde Dann habe ich gedacht, kann ich mir ein bisschen etwas zurückgeben.

00:59:05: Weil es ist so meine Gedanken waren als du mich eben angeschrieben hast.

00:59:09: Ja ach das ist toll!

00:59:10: Das gefällt mir ganz gut.

00:59:11: Lass uns das häufiger machen.

00:59:12: dieses sich gegenseitig gläsen kann uns allen nur gut tun.

00:59:15: aber auch da vielen Dank nochmal für die Worte und ich glaube vielleicht lässt sich das übertragen auf unsere Gesamtsituationen als Menschheit auf diesem Planeten.

00:59:24: wir können das grundsätzlich.

00:59:27: Wir befinden uns in einer echt schwierigen Situation, aber ich glaube wir können das.

00:59:33: Ja?

00:59:34: Also ja... ...wir können es!

00:59:37: Wir müssten's halt nur tun.

00:59:40: So wann

00:59:41: handeln?!

00:59:42: Let´s go!

00:59:44: Gute Impuls!

00:59:45: Alle die können sofort loslegen und wenn ihr Unterstützung braucht, wir sind alle auf jeden Fall da.

00:59:51: Anna Ritzinger ist es... Was wolltest du sagen?

00:59:54: Entschuldigung, wollte

00:59:55: ich nur unterbrechen.

00:59:55: Nämlich, also genau diese Let's Go kann ja auch ein ganz ganz unterschiedliches Let's GO sein.

01:00:01: Das kann ja das LET'S GO der Klappe sein, ich weiß es nicht... Ich schreibe was, wie auch immer!

01:00:10: Es gibt so viele Möglichkeiten und jede kleine Sache die man tun kann zu der man selber in der Lage ist, kann am Ende dieses Puzzleteil sein um wirklich echte Veränderung zu schaffen.

01:00:21: da Davon will ich einfach überzeugt sein und da lasse ich mich nicht von abbringen, egal wie frustrierend es manchmal ist.

01:00:29: Richtig gut.

01:00:29: Jetzt haben wir noch ein drittes richtig gutes Schlusswort, aber auch da sage ich Armen, also kein kandiespektierliches und einen wirklich supportenden Armen weil ich das tatsächlich genauso sehe und fühle.

01:00:40: und insofern bedanke ich mich von Herzen bei dir dafür dass du einmal dir die Zeit genommen hast hier für diesen Podcast für dieses Podcastprojekt dann natürlich auch für deine Offenheit und dein Vertrauen über diese Themen so offen zu sprechen auch über deine privaten und persönlichen Themen und drittens natürlich für deine ganze Arbeit die Du machst.

01:00:58: Ich finde das alles ganz, ganz großartig.

01:01:00: Ganz bewundernswert!

01:01:01: Wir haben das Wort inspirierend gerade schon gehört da kann ich mich bei dir nur anschließen.

01:01:05: also danke für all dies.

01:01:08: Gerne gerne und danke dir für die Einladung.

01:01:11: habt mir die Zeit sehr gern genommen

01:01:13: Das freut mich und dann gucken wir mal wann wir die nächste Folge abdrehen Und dann machen wir die anderen Fässer auf.

01:01:19: Okay labe dich einfach wieder ein.

01:01:21: Ich nehme jetzt Zeit.

01:01:22: Das mache ich, Anna Ritzinger.

01:01:24: Vielen vielen Dank.

01:01:25: und auch euch vielen dank dass ihr dabei gewesen seid in dieser Folge.

01:01:28: Ich hoffe das ich es schaffen konnte euch weiterhin ein bisschen neugierig auf diese Themen zu machen Dass ihr euch unterhalten gefühlt habt informiert gefühelt habt Und ja das falls ihr betroffen sein sollte dass ihr einen stabilen tag habt bei all den Themen die euch umtreiben.

01:01:43: Auch ihr könnt dieses projekt natürlich weiter unterstützen Ihr kennt das schon bei youtube indem ihr liked teilt abonniert.

01:01:49: ihr könnt das ganze auch finanziell ein kleines bisschen unterstützen indem YouTube zum Beispiel, eine Kanalmitgliedschaft abschließt oder was in die PayPal-Kaffeekasse zahlt.

01:01:57: Da läuft immer so ein kleines... So ne Bauchbinde sagen wir beim Fernsehen, läuft da durch wo die E-Mailadresse drin steht.

01:02:02: vielen Dank an alle von euch auch, die das schon gemacht haben und ansonsten freue ich mich auf die nächste Folge mit euch.

01:02:08: bis dann

01:02:20: tschüss!

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