#42 - Philipp Hanf - Der eigentliche Sinn des Lebens

Shownotes

Philipp Hanf lebt mit ALS. Eine Diagnose, die alles verändert – körperlich, emotional, im Alltag, in Beziehungen und im Blick auf das eigene Leben.

Wir sprechen darüber,

  • wie Philipp die ersten Symptome und die Diagnose erlebt hat
  • was ALS im Alltag bedeutet
  • wie sich Selbstbestimmung verändert, wenn der Körper immer weniger mitmacht
  • wie man mit Endlichkeit lebt, ohne nur in der Schwere zu bleiben
  • und warum ein Mensch nie nur seine Krankheit ist

Philipp hat ein Buch geschrieben: „Wer stirbt denn nicht?“ Ein Satz, der viel über seinen Blick auf das Leben erzählt.

📌 Links: Philipps Buch / Projekt / Website: https://philipp-hanf.de/ Philipp bei Instagram: https://www.instagram.com/hanfphilipp/

🎧 Diese Folge als Video bei YouTube: https://youtu.be/5vnt-MnWqro

🌐 Mehr über „Hör mal, wer da liegt“: https://www.hoermalwerdaliegt.de Instagram: https://www.instagram.com/hoermalwerdaliegt/

☕ Wenn du meine Arbeit unterstützen möchtest: https://paypal.me/PascalHillgruber

Transkript anzeigen

00:00:00: Hi, ich bin Pascal.

00:00:02: Herzlich willkommen in meinem Bett!

00:00:05: Jetzt mal ein bisschen anderer Podcast.

00:00:06: Ich liege aber aus Gründen hier.

00:00:08: Ich habe nämlich MECFS und eine Kopfgelenksinstabilität.

00:00:13: Kennt bisher kaum jemand, aber genau daran würde ich am liebsten mit euch zusammen etwas ändern.

00:00:20: Es wird allerdings kein reiner Krankheitspodcast, sondern Talkformat mit überraschenden und spannenden Themen.

00:00:27: Mit sehr persönlichen Gesprächen und vor allem mit unglaublich tollen Gästen!

00:00:32: Ja und weil ich natürlich nicht zu meinen Gästens kann legen sich meine Gäste zu mir in dieses Bett.

00:00:40: Legt euch gerne mit dazu.

00:00:50: Mit Pascal Helgruber.

00:00:54: Hallo ihr Lieben und herzlich willkommen zu einer neuen Folge heute mit einem Gast hier bei mir im Podcast, von dem wir alle zumindest meiner bescheidenen Meinung nach alle richtig viel lernen können.

00:01:07: ich finde ihn unglaublich beeindruckend.

00:01:09: Ich find ihn wahnsinnig inspirierend Denn er ist jetzt seit fast zehn Jahren an der schweren Nervenerkrankung ALS erkrankt.

00:01:17: das auf der einen Seite Auf der anderen Seite sagt er so etwas wie, vielleicht sind das gerade sogar die besten Jahre meines Lebens.

00:01:26: Das klingt finde ich unglaublich aber genau darüber wollen wir sprechen in dieser Folge.

00:01:31: herzlich willkommen Philipp Hanf.

00:01:32: schön dass du da bist!

00:01:34: Ich freue mich auch sehr sogar

00:01:37: Ja, ich auch.

00:01:38: Danke dass du dich auf den Weg gemacht hast, dass du uns deine Zeit schenkst und vor allem das du dich hier auf dem Weg zu mir gemacht hast und auch sofort gesagt hast ja auch dieses Podcastprojekt für mehr Sichtbarkeit von ME-CFS möchtest du mit unterstützen?

00:01:50: Ich glaube es gibt ein paar Themen in dieser Welt die vielleicht mehr Öffentlichkeit verdient hätten und wenn wir ein bisschen dazu beitragen können heute sollten wir's tun.

00:02:05: Das hast du schön gesagt.

00:02:06: Das machen wir, das versuchen wir mit dieser Folge!

00:02:08: Wir hoffen natürlich dass ihr euch sowohl gut informiert als auch unterhalten als auch berührt fühlt heute hier nach dieser Folge.

00:02:16: Wir müssen mal direkt am Anfang drüber sprechen hier denn allen von euch die bei YouTube gucken ist es natürlich schon sofort aufgefallen wir sind heute nicht bei mir im Podcast Bett genau genommen nicht einmal bei mir in der Wohnung Denn man sieht es Du bist mit deinem Elektrorollstuhl unterwegs.

00:02:30: das wäre einfach nicht möglich gewesen diese drei Etagen zu mir hochzukommen.

00:02:34: Deswegen haben wir gesagt, gehen wir einfach vor die Tür und setzen uns ans Ufer des schönen Einfelder Sees wenn das Wetter einigermaßen mitspielt.

00:02:43: Und ich würde sagen, glaube Plan B ist ganz gut aufgegangen eigentlich oder?

00:02:49: Sehr gut!

00:02:49: Vor allem dass die Sonne gar nicht so extrem scheint wie es ja angesagt war.

00:02:56: also besser könnte es nicht sein.

00:02:59: Ich ordne ALS mal einmal ganz kurz ein für alle auch von euch vielleicht die das gerade nicht mehr so auf dem Schirm haben.

00:03:05: Amiotrophe, Lateralsklerose ist eine schwere Nervenerkrankung, die vor allem die Muskeln im Körper betrifft und da reden wir dann ja nicht nur von Armen und Beinen sondern natürlich auch von der Muskulatur wie Sprechen, Schlucken, Eieratmungs davon natürlich irgendwann Betroffenen.

00:03:24: Das heißt man kann sich glaube ich wenn man das so hört ein bisschen ausmalen was das für viele Betroffene in der Konsequenz dann irgendwann auch leider bedeutet.

00:03:34: Viele kennen das vielleicht noch durch die Eisbucket Challenge.

00:03:35: Das ist jetzt auch schon über zehn Jahre her, im Jahr den Spenden für mehr Forschung gesammelt wurde.

00:03:43: Es hat sich etwas getan in der Zwischenzeit, darüber sprechen wir nachher nochmal ein bisschen.

00:03:48: Aber vorweg erst mal die Frage!

00:03:49: Du bist seit neun Jahren erkrankt?

00:03:51: Wie geht es dir aktuell?

00:03:53: Überraschendweise sehr gut.

00:03:57: und insbesondere die Tatsache... dass ich bei dieser Erkrankung zu einem Podcast eingeladen werde.

00:04:07: Von einem Radio-Moderator hat es mir gewisse ... Ja, zumindest ist das irgendwie ein Paradox für mich auch im Kopf, dass ich eben zum Reden eingelaten werde und bin sehr wie gesagt dankbar, dass sich das kannt.

00:04:29: Bitte alle Zuhörer auch ein bisschen Geduld, wenn es mal ein bisschen holpriger geht oder so.

00:04:38: Das gehört halt mittlerweile zu meinem Leben dazu und erbessen geht für mich reden eher in solchen Meetings als in so großen gesellschaftlichen Meetings Partys oder so, wenn es sehr laut ist um mich herum.

00:05:05: Oder viele Menschen auf mich.

00:05:09: Und zukommt jetzt mir mal deutlich schwerer.

00:05:14: Aber du bist schon ja auch viel unterwegs.

00:05:16: Auch im Namen dieser Erkrankung sozusagen.

00:05:18: Du machst ja auch Viel Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit könnte sagen... Du bist so eine Art Botschafter, du warst im Fernsehen schon viel damit auch in anderen Medien.

00:05:26: Deswegen brauchst du gar nicht so bescheiden zu sein.

00:05:29: aber ganz klar und auch wenn dir das reden schwerfällt oder so dann sagst du das zwischendurch ne?

00:05:32: Wir können eine Pause machen das ist ja hier nicht live bezeichnen auf das heißt wir können immer mal zwischndurch aus uns was trinken oder so.

00:05:39: Das geht immer.

00:05:39: Was macht das mit die jetzt hier an so einem so einem See zu sein?

00:05:42: ist es für dich mittlerweile trotzdem etwas Besonderes draußen zu sein?

00:05:45: Ja Also Wahrscheinlich viel mehr als man in so ein paar Worten sagen könnte.

00:05:55: Meine Wahrnehmung von vielen Dingen hat sich eben extremst verändert, ich bin halt komplett entschuldigt wie man so schön sagt und das hatte viele Lachteile aber auch einige Vorteile.

00:06:14: Das heißt Momente wie diese sind für mich extremste Intensiv und klar auch immer ein bisschen Melancholy wie behaftet, weil ich natürlich gerne um den See rum joggen würde oder Surfen schwimmen.

00:06:36: Oder all die Dinger sich wohl nie mehr machen kann.

00:06:41: aber immerhin heute hier sitzen zu dürfen und dann gegebenenfalls mit meinem Rollstuhl Darum fahren zu dürfen ist irgendwo trotz allem ein Privileg.

00:06:55: Und das Gefühl entsteht letztendlich in meinem Kopf und wenn ich in dem Moment glücklich bin, dann bin ich glücklich.

00:07:06: Punkt!

00:07:07: Und ob ich glücklicher wäre, wenn ich joggen würde und einen muskulär gestellten Körper da weiß ich

00:07:17: ja nicht... Hast du immer noch?

00:07:18: Genau.

00:07:22: Das ist ja quasi auch ein Teil dieses Schicksals, dass wir beide teilen mit vielen anderen Betroffenen egal ob ALS oder vielleicht auch Multiplesklerose oder MECFS halt eben, dass viele Dinge die vorher gingen nicht mehr gehen.

00:07:36: und das glaube ich aber auch so.

00:07:37: eine der großen Erkenntnisse dieser Geschichte ist einfach, dass man sagen kann Ja... Die Dinge die man für vorher als wichtig erachtet hat Von denen stellt man vielleicht irgendwann fest, nehmen wir mal so ganz kitschig klassische Beispiele wie schnelle Autos viel Geld oder sowas einfach.

00:07:53: Dass die einfach in den Hintergrund rücken, dass man einfach viel demütiger ist und viel dankbar für ganz andere Sachen.

00:07:59: Viele

00:08:00: behaupten ja gut wenn man sozusagen beide Optionen sogar hätte fällt alles leichter.

00:08:12: Ich will damit antworten, dass es mir glaube ich im Vergleich zu vielen anderen wirtschaftlich ganz gut geht.

00:08:22: Das hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen auch mit der Art wie es eben versichert war.

00:08:30: Deshalb habe ich damals ja nicht absehen können und würde gerne auf das Geld verzichten aber Das macht mir am Alltag ein bisschen leichter.

00:08:43: Aber genau der Punkt wird mir oft sogar vorgeworfen, wenn ich Lebensfräude irgendwie ausstrahle oder fröhliche Videos aufnimmt im Rollstuhl sagen viele Jahre, du hast es ja viel leichter als wir bei Duas Geld und... Ich finde klar ist da auch irgendwas dran.

00:09:08: Aber das ist nicht die alleinige Erklärung dafür, dass ich im Kopf mich nach wie vor als glücklich dem bezeichne.

00:09:23: Das ist ein Thema wieder Neid und Schuld oder irgendwie das Gefühl man selber schafft es nicht so.

00:09:36: Es muss ja einen Grund geben.

00:09:37: Man kann es selber dafür verantwortlich sein und das wird glaube ich ein bisschen häufiger als Ausrederwohns in der Gesellschaft generell benutzt, dass man andere für vieles die Schuld gibt und nicht beginnt bei sich selbst irgendwie diese Dinge zu verändern wie man eben in der Lage ist zu verhindern.

00:10:06: und oft beginnt Veränderung im Kleinen.

00:10:10: Also man kann nicht gleich die ganze Welt verändern, aber den Umgang mit den Menschen, die täglich um einen herum sind oder anderen sozialen Kontakten, die kann man unmittelbar abflussen.

00:10:30: Und am besten man fängt im Kleiner Und dann im medialen Fall was regst du aufs Umfeld.

00:10:41: Ja, über das Thema Glücklichsein und was es dafür braucht kann man später auch nochmal ausführlicher sprechen aber ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt.

00:10:48: Ich habe dazu einen kleinen Lieblings-Comic.

00:10:49: Da treffen sich so zwei Strichmännchen.

00:10:52: Das eine Strich Männchen hat so nen Topf vor sich stehen und auf dem Topf steht Glück.

00:10:57: Dann fragt das andere StrichMännchen Ah wo hast Du das denn her?

00:11:01: Ich hab schon die ganze Zeit danach gesucht Und dann sagt das erste Strichmännchen so ganz stolz, hab ich selbst gemacht.

00:11:07: So... Das passt wahrscheinlich ganz gut dazu!

00:11:10: Lass uns später noch ein bisschen ausführlicher darüber reden.

00:11:13: aber wir wollen natürlich auch noch ein kleines bisschen besser kennenlernen.

00:11:16: wenn wir mal die Diagnose ALS wegnehmen von dir von Philipp Hanf Wer ist Philipp?

00:11:23: und vor allem?

00:11:24: Wie war's vor der Erkrankung?

00:11:25: wie würdest du dein Leben beschreiben?

00:11:28: Es kann nicht so einfach sich selber insbesondere nach dieser Veränderung zu beschreiben.

00:11:38: Ich glaube, ich bin und war eigentlich immer der gleiche Philipp nur mit anderen Prioritäten auch vielleicht veränderten Glaubenssätzen und zumindest kann ich sagen dass sich sehr viel in meinem Leben dazu gelernt habe, was Beurteilung von Situationen betrifft.

00:12:09: Was mein eigenes Leben betriffe, meine eigene Reflexion oder das, was mich irgendwie ausmacht.

00:12:19: und diese Selbstvernehmung hat sich sehr verändert.

00:12:25: Und oft sind ja Verduste schmerzhaft im wahrsten Sinne bei einer Erkrankung sowieso oder einem Trauma, einem Unfall.

00:12:37: und man denkt anfänglich oft wenn das nicht mehr da ist dann bin ich nicht mehr der der vorher war.

00:12:46: Und da ist ja auch vieles dran.

00:12:50: viele würden mich nicht wieder kennen die mich vor meiner Erkränkung kannten.

00:12:57: Das fragtest du.

00:12:58: ja.

00:12:59: Da war ich sehr aktiv, sportlich.

00:13:02: Ich war so ein Glückskind gefühlt auf der Welt.

00:13:06: Es fiel mir alles ziemlich leicht sowohl sportlich als auch beruflich.

00:13:14: Er erfolgreich mit meiner Frau als Zahnärzt tätig waren selbstständig und alles verlief eigentlich so ein bisschen wie im Märchen, in positiven Sinnen.

00:13:30: und dann eben so.

00:13:31: eine extremer Veränderung ist schon eine Herausforderung.

00:13:37: Nicht nur für mich sondern glaube ich auch für meinen Nahesumfeld eine Family klar Ehefrau, Eltern, Freunde.

00:13:48: aber ich glaub wir haben irgendwie gemeinsam auch gelernt damit umzugehen.

00:13:58: Ich sage es einfach schön, Dinge die mit so einer Erfänderung einhergehen können wahrzunehmen und auch irgendwo schätzen zu lernen und das gelingt mal besser, mal weniger gut.

00:14:15: und ich glaube da sind auch wichtig dass man rücksichtsvoll miteinander umgeht Und du kennst es bei dir genauso.

00:14:27: Klar, es betrifft eine Person jetzt vielleicht körperlich aber es umfällt natürlich genau so und ich bin glaube auch wenn's schwer fällt mir diese Worte zu sagen ganz froh wenn er schon einen trifft oder getroffen hat in meinem Umfeld dass ich irgendwie bin.

00:14:54: Ich glaube, ich kann da vielleicht ganz gut mit umgehen und würde vielleicht sogar mehr leiden wenn es jemanden getroffen hätte den ich sehr lieb hätte.

00:15:07: Das ist sehr stark und sehr selbstlos.

00:15:10: Ich kann das Gefühl aber total nachvollziehen, auch immer besser selbst aushalten als bei anderen.

00:15:15: Meine Frau und ich hatten das Thema, also haben es natürlich jetzt einmal mit meiner Erkrankung.

00:15:18: Aber Lena ist in den Krebs erkrankt an Schilddrüsenkrebs.

00:15:22: Das haben wir auch zusammen durchgestanden.

00:15:23: da war es dann halt anders rum.

00:15:25: Es ging schon irgendwie aber... genau das, was du gerade gesagt hast.

00:15:28: Ich glaube ich halte auch lieber selber aus und es geht ganz vielen so.

00:15:33: Deswegen an dieser Stelle fährt er einfach mal trotzdem ein riesengroßes Kompliment.

00:15:36: und alle Menschen die als Unterstützerinnen, als Pflegende mit dabei sind Familienangehörige, auch die gesunden Menschen, die sich in Organisationen bei solchen Erkrankungen engagieren, auch Politiker und Politikerin, die sie da einsetzen.

00:15:50: Das ist genau das was du grade gesagt hast!

00:15:53: Ich versuche es immer so auszudrücken dass erkrankt ist diese eine Person, aber betroffen von dieser Erkrankung sind einfach noch sehr viel mehr Menschen.

00:16:02: Und mich hat es vor allem interessiert nochmal auf dieses Thema zu kommen dass du vorher so aktiv wart.

00:16:07: ihr seid ja viel das kann man alles auch doch ein Buch geschrieben darüber sprechen wir gleich noch Kann man alles bei dir nachlesen nachhören.

00:16:13: ihr seid mit deiner Frau viel wandern gewesen auch exotisch überall auf der Welt irgendwie unterwegs gewesen weil ich so viele Menschen treffe Mit schweren Erkranken oder auch mit chronischen Erkränkungen die sagen Ich will mein altes Leben zurück Und ich denke mir immer so, bist du dir da wirklich sicher?

00:16:29: Weil... Du sprachst ja grad von Erkenntnissen und von Dingen die man auf einmal für sich entdeckt.

00:16:36: Und Dinge, die einem klarer und bewusster werden auch in so einer schweren Situation.

00:16:39: Du hast mal irgendwo den Satz gesagt eine tödliche Diagnose in deinem Fall als Geschenk anzunehmen sozusagen.

00:16:46: das ist ja schon finde ich ein brutal starker Satz und für viele wahrscheinlich gar nicht nachvollziehbar.

00:16:53: Würdest du das sagen, dass wir ein altes Leben wieder haben wollen?

00:16:56: Oder ist das für dich auch was wo du sagst?

00:16:58: ne, das kann ich mir so nicht vorstellen.

00:17:00: Die Dinge die mir widerfahren sind nach der Diagnose würde ich mittlerweile als so außergewöhnlich und schön unterprägend für mich beschreiben ihm nicht sagen, auf keinen Fall sagen würde.

00:17:23: Ich würde gerne dieser Phase streichen in meinem Leben zurückgehen sicherlich schon.

00:17:32: Na das wäre glaube ich zu hochdraben wenn ich jetzt sagen würde ne?

00:17:40: Ich bin gerne krank.

00:17:41: Bin ja auch gar nicht.

00:17:44: und das missverstehen einige Leute.

00:17:48: die tun so oder Verstehen mich so, dass ich diese Krankheit feiere.

00:17:55: Das stimmt überhaupt nicht!

00:17:57: Sich grausam und schlimm und schwer und schmerzhaft und letztendlich tödlich.

00:18:04: Aber... Ich feiere tatsächlich die Möglichkeiten, die mir bleiben trotz dieser Erkrankung Und vielleicht auch die Türen und Tore geöffnet wurden aufgrund der Erkrankung.

00:18:21: Hab das vor der Ererkrankung immer schon gesagt, ich fahre eigentlich so amtlich tuten nicht so alles dahin plätschern lassen im Leben bei mal sehr emotional euphorisch aber auch mal dementsprechend enttäuscht wie zum Beispiel sport das mit sich bringt.

00:18:44: sieg und niederlage gehören dazu.

00:18:48: Und dass ich jetzt aufgrund dieser Erkrankung so extreme Amplituden mir selber erleben darf oder muss war vielleicht nicht ganz so geplant, aber passt irgendwie zu mir und meinem Leben.

00:19:07: Es ist spannend einfach trotzdem zu hören.

00:19:09: also du würdest sagen vierzig-fünfzig Jahre Wurzelbehandlung wäre es halt auch nichts für dich gewesen sozusagen.

00:19:15: Also ich glaube diese Leere, die mancher oder viele Menschen spüren so mit der Viertzeich und so.

00:19:24: Die Frage warst das jetzt im Leben?

00:19:27: Man ist etabliert und soweit alles ganz komfortabel.

00:19:33: aber irgendwie hatte ich immer eine Sehnsucht nach irgendwas anderem wusste nicht genau wonach und klar deshalb dieser provokante Formulierung eines Geschenkes.

00:19:50: im Kontext mit der Krankheit ist mir klar, dass das manche nicht gerne hören.

00:19:59: Aber in meinem Fall hat es mehr ganz anderer Dimension und auch vielleicht sogar mehr Sinnhaftigkeit und dann damit wiederum Frieden, inneren Frieden eröffnet.

00:20:17: Da können wir lange darüber philosophieren.

00:20:20: Gerne, wir haben Zeit!

00:20:21: Ja

00:20:21: was ist der eigentliche Sinn des Lebens?

00:20:26: Sag ich ja auch gerne alt zu werden?

00:20:28: nicht unbedingt.

00:20:30: Sondern?

00:20:31: Glücklich sage ich

00:20:33: und das

00:20:34: kann man mit jungen Jahren shoppen.

00:20:37: Manche shoppen es nie.

00:20:39: also nur die zeitliche Komponente ist völlig unwichtig, ob man es schafft oder nicht glücklich zu werden.

00:20:52: Wir wissen auch schon seit Einsteins spätestens das Zeit relativ ist.

00:20:55: Das ist diese berühmte Intersubjektivität.

00:21:00: Ich versuche zum Beispiel mit meinen Erfahrungen und meinem Wertekompass zu versuchen mich in dich reinzufühlen und wie sich Dinge für dich anfühlen.

00:21:06: aber wie du fühlst kann niemand auf dieser Welt wirklich nachfühlen.

00:21:10: deswegen finde ich das ja auch dann so legitim zu sagen Ich empfinde das so oder gewisse Dinge und die anderen Dinge dürfen ja trotzdem da sein, dass darf ja nebeneinander stehen.

00:21:19: Also du hast es ja auch schon mehrfach angesprochen in anderen Gesprächen und Interviews.

00:21:23: Auch du hast düstere Tage mit großem Schatten.

00:21:26: Das gehört mit dazu?

00:21:28: Genau!

00:21:29: Und ich finde viele Menschen bewerten einfach viel zuviel.

00:21:36: Ich finde, es steht uns manchmal nicht zu anderer Lebensformen Gedanken, Wünsche oder Modelle zu beurteilen.

00:21:48: Solange sie sei mal im friedlichen Sinne ohne jemanden zu Schaden ausgeliebt werden, erwarte ich eben auch nicht dass mich jeder akzeptiert oder gut findet.

00:22:04: und aber ich nehme ja eben heraus so Denken und Reden zu dürfen wie ich es empfinde Und da habe ich auch eine große Toleranz anderen gegenüber.

00:22:19: Das hat sich bei mir sehr verändert.

00:22:22: Ich war früher eher so in Schubladendenken, das lernte man von klein auf schwarz-weiß und...

00:22:31: Glaubenssätze?

00:22:32: ...gut,

00:22:32: Glaubenstation.

00:22:34: Da hab' ich so viel erleben dürfen dass ich im Nachhinein ganz andere Dinge als wahr herausgestellt haben.

00:22:45: Und objektivität gibt es sowieso nie, das würde mal so gerne vor allem wissenschaftlich behauptet.

00:22:56: Das ist ja nunmal bewiesen Punkt.

00:22:59: aber gerade in der Medizin sind sehr viele Dokumen nach einer gewissen Zeit widerlegt wurden und so.

00:23:10: Das ist übrigens die Definition von Wissenschaft.

00:23:15: Wissenschaft hat dir Aufgabe, ein Status quo was die Nährmeinung betrefft zu widerlegen also neue Aspekte reinzubringen und eben zu hinterfragen nicht immer zu sagen ja das ist jetzt Gesetz.

00:23:35: Es finde ich schön dass du das aufbringst weil mit Dokumen kann ich auch nicht viel anfangen Gar im Thema Wissenschaft, das bedeutete eben Dinge zu hinterfragen.

00:23:43: Sie neu zu denken und eben nicht zu sagen wir haben jetzt ein Status quo und der reibt auf ewig sozusagen so.

00:23:49: Natürlich gibt es zum Beispiel Naturgesetze die wir bisher kennen und wenn ich mich daran nicht halte habe ich den Problem.

00:23:56: also wenn ich jetzt aus dem dritten Stock springe Ich kann nun mal nicht fliegen dann hat das reale Konsequenzen.

00:24:01: Also das heißt ich muss mich an gewisse Regeln halten.

00:24:03: Aber ich habe da die Tage Satz zu gelesen, den finde ich so wunderbar.

00:24:06: Da hieß es einfach Ich ehre die Regeln dieser Welt aber ich verwechsel sie nicht mit der ganzen Wahrheit.

00:24:12: So und ich glaube das trifft wahrscheinlich ganz gut.

00:24:15: Ich stelle mir jetzt gerade fest, findest ganz lustig wir sind sehr beliebt bei den Insekten hier Vor allem auch bei den Fliegen.

00:24:21: Das sieht er vorallem da.

00:24:22: also nicht dass für mich geduscht hätten sondern du bist einfach angezogen wie eine schöne große bunte Blume.

00:24:27: Genau Das ist ja ehrlich

00:24:29: Ist auch Teil der Natur zu sein.

00:24:31: Ja,

00:24:31: gerade

00:24:31: einfach.

00:24:32: Das finde ich total schön!

00:24:34: Wie hat das denn damals bei dir eigentlich angefangen?

00:24:37: Also weil ALS ist ja auch etwas was glaube ich vor allem über Ausschlussdiagnose irgendwann gestellt wird.

00:24:42: Du hast gemerkt dass es bei dir nicht so stimmt?

00:24:45: Ja relativ unspektakulär

00:24:50: kleine

00:24:51: Zugung oder Krämpfe am Daumen und da ich im Zahnarzt war hat mich das unmittelbar am alltäglichen Arbeiten wie eingeschränkt und ansonsten wäre ich dem gar nicht nachgerannt, hab gedacht hoch mal aufklären was könnte das vielleicht sein?

00:25:18: Und dann ging es relativ schnell mit der Diagnostik bei mir.

00:25:24: Das ist ja sowohlbar... Deiner oder Eurer Erkrankung, also auch bei meiner oft ein Problem.

00:25:33: Das lange nicht irgendwie eine Ursache oder Diagnose gefunden werden kann.

00:25:42: Bei mir ging es schnell war glaube ich Zufall und so ein bisschen meinem medizinischen Netzwerk all geschuldet weiß ich selber Arztin konnte ich natürlich irgendwie meine Kontakte, Freunde konsultieren und so.

00:26:03: Dann hat man so eine Diagnose.

00:26:07: aber im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen geht es mir oder ging's mehr zum Zeitpunkt der Diagnosen sehr gut.

00:26:18: also ich war in der Blüte meines Lebens sportlich, aktiv, körperlich stark und ich bekam gesagt du hast vielleicht nur ein halbes Jahr zu leben.

00:26:34: Und wirst in kurzer Zeit alle Körperfunktionen verlieren und das war zunächst eher eine psychische Herausforderung.

00:26:47: Also mir war früh klar dass die Verläufer sehr unterschiedlich sein können.

00:26:56: Und deshalb habe ich eher vermieden, jetzt zu viel Horror-Szenarien zu googeln oder mir anzuschauen.

00:27:08: Afghanistan ist so viele Bücher oder so darüber gelesen.

00:27:14: Viele Freunde haben gut gemeint mit Bücher geschenkt von All es Patienten, die irgendwie eine tolle Lebensmoral hatten und so.

00:27:27: Die habe ich aber alle schön ins Regal gestellt.

00:27:31: Klar kann man's nicht irgendwie ignorieren oder loggenen Aber ich glaube zu viel sich mit einer Krankheit zu beschäftigen bringt auch nichts.

00:27:43: Ich hab irgendwann für mich gesagt Ich beschäftige mich mehr in meiner Gesundheit.

00:27:52: Also den Dingen, die ich noch kann und das war am Anfang doch sehr viel wurde jetzt immer weniger aber es ist immer noch genügend da was ich kann zum Beispiel heute hier zu sein.

00:28:07: Ja

00:28:08: ich finde das so großartig so stark und so fantastisch weil Wenn man mal den Großteil der Verläufe sich eben anguckt, ich will jetzt auch nicht zu hoch ins Regal greifen.

00:28:17: Aber kann man fast sagen... Ich meine du bist nach neun Jahren hier immer noch da was schon ein mittelschweres Wundergrenz sozusagen wenn man sich die meisten Verläufen anguckt.

00:28:28: Hast Du Angst?

00:28:30: Also sind eher so Phasen die ich durchlaufe aber ich würde sagen sogar Mit zunehmenden Vorhaltschreiten der Erkrankung verliere ich immer mehr die Angst.

00:28:51: Es sind gerade anfänglich viele Situationen, die mir Angst bereitet haben bei der Ererkrankung und es sind eben oft Wustenzelle, Luftnot schlucken beim Essen so prekäre Situation.

00:29:14: Und als ich es zum ersten Mal hatte, dachte ich jetzt erstecke ich, jetzt sterbe ich und dass er ein paar mal oder so man das hätte ja auch sein können.

00:29:27: Aber es ging ein paar Mal gut und jetzt habe ich dementsprechend mehr Vertrauen in so Krisen-Situation Und vielleicht auch, dass ich generell die Angst vor dem Tod immer mehr verloren habe.

00:29:48: Weil's eben je mehr man sich damit beschäftigt.

00:29:52: ganz heimliche Erkenntnis es stirbt irgendwann jeder auf wenn er das nicht hören möchte und das macht irgendwie ein bisschen leichter genau

00:30:04: Zeig mal dein Buch direkt in die Kamera.

00:30:06: Das heißt, wer stirbt denn nicht?

00:30:09: Ich habe es zu Beginn schon mal ganz kurz gesagt.

00:30:10: Es gefällt mir alleine wegen des Einbandes schon gut weil das die Farben meiner Podcast bett decken sind.

00:30:16: Ich mag diese Farben sehr gerne aber das ist ja eine rhetorische Frage.

00:30:22: Die finde ich ganz viele Impulse gibt und deswegen finde ich passt dein Dein Spruch auch so gut zu sagen es geht nicht darum allzu werden sondern glücklich zu werden.

00:30:33: Also keiner von uns weiß, ob der Morgen noch hier ist.

00:30:35: Ob ich krank bin oder nicht?

00:30:37: Ich kann auch morgen ... Ich sag jetzt mal was ganz Blödes irgendwie.

00:30:39: Ich kann morgen vom Lkw überfahren werden und so was.

00:30:42: Der wichtigste Moment ist jetzt!

00:30:44: Damit kann ich mich schon sehr identifizieren... Und man wird ja in so einer Erkrankung auch quasi ein bisschen nach rein gezwungen.. ..und das finde ich so spannend daran zu sagen Das Leben legt mir eine Art Querset um auf eine gewisse Art und Weise.

00:30:56: Aber man gewöhnt sich nicht nur dran sondern man beginnt auch irgendwann die positiven Dinge daran zu sehen

00:31:02: Und genau an dieser Thematik im Moment leben, das ist ja ein Erkenntnis die einige Leute bekunden.

00:31:15: und da geht es nicht darum irgendwie philosophisch irgendwas tolles schlaues zu sagen.

00:31:23: Sondern für mich zum Beispiel hilft es mir unmittelbar jeden Tag gut zu überstehen.

00:31:32: Also es ist nicht so eine theoretische, intellektuelle Hypothese die aufgestellt wird sondern unmittelbare tägliche Unterstützung.

00:31:47: Wie gehe ich um mit dem was mir widerfährt?

00:31:52: Was kommt könnte?

00:31:54: Was gewesen ist?

00:31:56: Wie verarbeite ich?

00:31:58: eben auch die Vergangenheit Liebe ich eher in dem, was gewesen ist?

00:32:04: Dann wird man medikulisch oder traurig.

00:32:09: Liebt man nur in der Zukunft, dann vergisst man auf den Moment ihn wahrzunehmen und ich versuche immer zu betonen dass das nicht ihm nur theoretische wie schlauch klingt sondern einfach ein wichtiger Respekt ist, glücklich zu werden.

00:32:32: Und dann wirklich zu sagen jetzt geht es mir gut hier zu sitzen mit Pascal am See also Schungo in die Fliegen, die Mücken und was später ist.

00:32:48: schauen wir mal

00:32:50: Vielleicht kommt ein Mückenstich, vielleicht nicht.

00:32:52: Genau!

00:32:53: Da haben wir noch Glück.

00:32:53: Vielleicht werden wir noch von irgendeinem Vogel kriegen und dann nach Hause ab oder so?

00:32:56: Das weiß man nicht.

00:32:58: Ich habe gestern, als ich hier das Test-Setup aufgebaut habe, probemäßig bin ich vor Freude von einem Hund angepinkelt worden.

00:33:03: Und da hab' ich gedacht, dass ist ein gutes Ohm.

00:33:06: was soll jetzt noch schief gehen.

00:33:07: Aber total wichtig, was du gerade gesagt hast... Weil das ist wie du schon gesagt, das ist ja nicht irgendwas, was Du dir jetzt philosophisch mit nem Glas Rotwein am Abend irgendwie mal überlegt hättest sondern es ist eine gelebte Alltagserfahrung Und diese ganzen Erkenntnisse, die du gewonnen hast jetzt im Laufe dieser Jahre.

00:33:23: Die kommen ja irgendwo her und das fand ich so mit den spannendsten Teil auch deines Buches beziehungsweise Ich habe mir das Hörbuch gegönnt Im übrigen auch für euch Peter Bieringer hat es eingelesen.

00:33:32: ganz viele Grüße.

00:33:33: Ganz ganz ganz fantastisch eingesprochen dieses Buch.

00:33:37: Und nimm uns mal ein bisschen mit auf diese Reise weil Du hast dich ja für sehr viele Dinge geöffnet die auch fernab von Schulmedizin zu bewerten sind Geisteiler Kongressen gewesen, du bist in einer schamanischen Schwitze gewesen.

00:33:50: Wer von euch sich schon mal damit ansatzweise beschäftigt hat?

00:33:52: Das ist... Grenzerfahrung!

00:33:54: Ist gestrunzt!

00:33:56: Nehmt uns mal ein bisschen mit und erzähle mir ein bisschen was du so alles erlebt hast und was das mit dir gemacht hat.

00:34:01: Du kannst auch jetzt gerne einen halbstündigen Monolog halten.

00:34:03: Ich höre dir wahnsinnig gerne dabei zu.

00:34:04: also dass es wirklich bemerkenswert finde.

00:34:07: ich

00:34:08: Also eine der Fähigkeiten die ich habe Und für die sehr dankbar bin war oder ist das sich unvoreingenommen Dinger ausprobieren konnte und wollte auch.

00:34:25: Ich habe immer in meinem Leben schon weichnorgierig und habe wenig darauf gehört, was andere dazu sagten, hab gesagt ich probiere es mal und dann ziehe ich meine eigenen Erkenntnisse oder Schlüssel daraus.

00:34:47: Und das war eine gute Voraussetzung bei meiner Erkrankung, man muss dazu wissen dass es ihm schon medizinisch keine Behandlungsoptionen gibt.

00:35:01: Es gibt keine Therapie oder gar Heilungen oder Behandlungen die irgendwie die Erkränkung stoppt oder signifikant verlangsamen.

00:35:14: Wenn sind es nur symptombezogene Therapien, das heißt dass man ein bisschen weniger leidet oder durch Beatmung leichter Luft bekommt oder künstliche Ernährungen mehr Kalorien zu sich nehmen kann.

00:35:35: Also Linderung im

00:35:36: weitesten Sinne?

00:35:37: Ja aber keine Therapie und unter der Voraussetzung viel es mir nicht so schwer, andere Wege auszuprobieren.

00:35:50: Was hast du auch zu verlieren?

00:35:52: Ja genau das bei mir damals auch eine große Erleichtung dass ich nicht alternativ entscheiden muss.

00:36:04: wenn nehme ich die Schulmedizin oder Alternative bei Krebs.

00:36:12: oder so hast du immer Chemo- oder Radiotherapie und chirurgische Einkäufe, wo man auch abwägen kann.

00:36:23: Macht Sinn oder nicht?

00:36:24: Die Option gab es nicht.

00:36:27: nur dann habe ich weiß mir eben körperlich gut ging zu dem Zeitpunkt.

00:36:34: Ich konnte eben nicht mehr arbeiten weil meine Finger nicht mehr funktionierten und das sei ganz hilfreich als Zahnarzt.

00:36:44: Ich wollte

00:36:45: gerade sein, da sind wir wieder beim Thema Wurzelbehandlung, Spritzen setzen

00:36:49: usw.,

00:36:49: wird noch mehr geschrien als sonst eh schon.

00:36:51: Und deshalb habe ich wirklich eine sehr spannende Reise begonnen im wahrsten Sinne des Wortes aber auch im übertragenen Sinn hab Dinge ausprobiert von um die Welt gereist habe mir auch viele verrückte Dinge angehört, angetan.

00:37:12: Und als Haupterkenntnis eigentlich bei jeder Aktivität hab ich irgendetwas mitgenommen.

00:37:21: für mich und wenn es nicht da Kontakt war zu anderen Menschen, manchmal gab's ganz konkrete Dinge die ich umgesetzt habe, was Ernährung, Ergänzung... oder gedrohale Betrifft wie Meditation, Artentechniken.

00:37:45: Oder auch nur mein Wissen erweitert über verschiedene Lebensphilosophien.

00:37:53: und aber irgendwie für mich das Gefühl gab die Menge der Dinge die ich ausprobierte habe ich nicht verwirrt, sondern ich konnte ganz gut die Dinger rausziehen, die für mich persönlich gut waren und stimmig.

00:38:17: Und das ist auch eine Empfehlung für andere.

00:38:20: Es gibt nie dieses Patentrezept.

00:38:26: Ich tue mir schwer mit so Ratgeber, die so altglug sagen, mach das!

00:38:33: Und dann passiert das.

00:38:35: Jeder ist so individuell und hat unterschiedliche Kanäle, den einspricht eben der Weg an.

00:38:45: Der andere braucht ein bisschen mehr Schischi aus dem Ruhm.

00:38:50: Der Andere will Ruhe, der Andere über Musik oder Tanz, der andern über Meditationen... Zumindest bin ich sehr sicher dass die eigene Einstellung, also deine eigenen Gedanken zu dich, deinem Leben und der Welt einen großen Einfluss auch unwill war auf deiner täglichen Dinge haben aber auch auf deine Gesundheit.

00:39:24: Deshalb kann man nicht diese Krankheit wegdenken.

00:39:29: das wäre schön.

00:39:32: Ich glaube, es hat zumindest einen Einfluss.

00:39:35: Mein HNO-Arzt hat mal so ein schönen Satz zu mir gesagt und viele die jetzt den Podcast regelmäßig gucken und hören haben ihn schon gehört.

00:39:41: aber ich wiederhole ihn trotzdem gerne nochmal dass das ja auch einfach so ist.

00:39:45: Ersteck dir vor du liest nen Buch und kommst an der Stelle die berührt dich sehr.

00:39:48: dann sorgt eine Drüse in deinem Körper dafür, dass salzhaltige Flüssigkeit aus deinen Augen läuft.

00:39:54: Und diese Verbindung zwischen Geist, zwischen einer Emotion und einem körperlichen Symptom oder?

00:39:58: noch simpler, Nervositätdurchfall oder was auch immer.

00:40:02: Also Gedanken haben Einfluss auf unseren Körper und sich damit auseinanderzusetzen finde ich ist ein ganz spannender Weg um vielleicht zum Beispiel einfach bei gewissen Dingen Verlinderungen zu sorgen.

00:40:13: Das hast du eben gemacht unter anderem, wie gesagt den Geisteilerkongress, den beschreibst du in deinem Buch ganz schön und auch im Hörbuch.

00:40:20: Nimm uns bitte mal einmal mit in die Schwitzhütte für Leute, die da überhaupt keine Ahnung von haben weil ich finde das ist so toll beschrieben in dem Buch.

00:40:27: Lass uns mal einen Moment daran teilhaben.

00:40:29: was hast du da gemacht?

00:40:30: Was ist dir passiert und was hat es vor allem mit dir gemacht?

00:40:33: also ich empfehle natürlich ihm ... mein Buch zu lesen und dazu...

00:40:38: Ja, ein Burgers Antisam.

00:40:39: Wir wollen noch nicht so viel

00:40:40: verwahlen!

00:40:41: Genau es war bestimmt mit die verrückte Sache,... ...die ich je gemacht habe in meinem Leben.

00:40:50: Und da auch wiederum ich wusste gar nicht was überhaupt auf mich zukommt.

00:40:58: Die Neugier hat eben dazu geführt dass ich da rein bin war schon abgedreht der Gesellschaft da und dann gab es immer irgendwie so bewusstseins erweiterte Medikamente für Zergen an Ayahuasca oder andere Dinge.

00:41:20: Und das wurde getrummelt, der Schamane.

00:41:23: Bola wirkte sehr weise, sprach auf drei Sprachen, sang ... Und ich dachte immer, wo bin ich hier?

00:41:32: Manche sparen auch die man nach der Einnahme von Ayahuasca nicht mehr versteht.

00:41:36: Aber dann auf einmal mit einem Nachtgefühl hieß es so jetzt gehen werden die schwitzen.

00:41:45: Ich dachte jetzt Feierabend-Origin nehme ich das noch mit.

00:41:50: Bisschen Sauna!

00:41:51: Genau, Sauna habe ich immer lernen gegangen.

00:41:57: Gingst irgendwie in den Garten, da war so eine Schwitze gebaut.

00:42:02: So eine Höhle mit Plan und in der Mitte an Feuer.

00:42:09: Ja!

00:42:09: Und es wurde warm... Es war dunkel und nach noch viertel Stunden dachte ich schöne Erwahrung.

00:42:17: Jetzt geht sie raus und da ist es die Nähe.

00:42:21: Wir haben gerade erst angefangen und sich das Orgel ein bisschen... halbe Stunde jetzt aber reichtslang und es ging gefühlt, ich weiß nicht genau.

00:42:34: Aber ich glaube zweieinhalb Stunden?

00:42:36: Wahnsinn!

00:42:39: Es war wirklich so dass sich bereit war zu sterben.

00:42:45: Das hört sich ein bisschen komisch an, aber wenn man die ganze Vorgeschichte dieser Zeremonie dann lesen wird im Buch, würde man mich vielleicht verstehen.

00:43:01: Weil es war so körperlich an oder über meine Grenze, dass ich eigentlich nur wollte, dass es zu Ende ist und das wäre in dem Fall der Tod gewesen.

00:43:15: aber... Das Schöne!

00:43:17: Ich hab's ja nicht gemacht um Angst zu haben oder mit Angst da wieder weg zu gehen das Gefühl nachher wieder.

00:43:27: Der erste Atemzug an der frischen Luft, der erste Schluck Wasser waren vielleicht die schönsten intensivsten Momente meines gesamten Lebens und als kleine Aneudonelehrer daraus kann man sagen es lohnt sich wirklich mal die Komfort zum Hör zu verlassen, weil nur dann spürst du wirklich wie wertvoll und schön das Leben ist.

00:44:02: So viel Demut so viel Dankbarkeit für die eigentlicher, für die elementaren Dinge.

00:44:08: Ja also worüber reden wir?

00:44:09: Die Dinge sind für uns selbstverständlich geworden dass wir So was wie fließend Wasser oder so, das klingt immer so abgedroschen.

00:44:15: Aber wie oft kennen so viele Menschen auch dich ja die in der Weltgeschichte unterwegs gewesen sind wo man merkt Ja wir haben ganz schlimme Hungersnöte und Armut und so aber ganz oft trifft man auch Menschen auch mit anderen Kulturen dieser Welt Die haben materiell nicht mal ein Drittel von dem was wir haben sind trotzdem

00:44:31: glücklich.

00:44:34: Also das wirken muss irgendwo Städten, wo man es nicht so vermutet.

00:44:43: Es ist leichter zu finden als man glaubt, könnte man auch sagen.

00:44:49: Man muss sich darauf einlassen?

00:44:53: Gibt's für dich eigentlich eine Prognose?

00:44:54: dann wahrscheinlich auch nicht.

00:44:58: Also die Wahrscheinlichkeit wenn man fünf Jahre überlebt hat noch einige Jahre zu leben ist relativ hoch, allerdings oft mit sehr starken Einschränkungen.

00:45:15: Es gibt da alles Erkrankte die ich persönlich kenne, die seit über als zwanzig Jahren damit leben aber meistens mit der künstlichen Abatmung können eben nicht mehr reden, kommunizieren nur über Augenbewegungen und werden künstlich ernährt.

00:45:38: Ob das für mich eine Option ist, weiß ich nicht, nehme ich mir auch raus dann zu entscheiden wenn es soweit wäre.

00:45:49: aber bis dahin liebe ich jedem dem heute.

00:45:54: Ich wollte gerade sagen jetzt sind wir hier.

00:45:57: gerade darüber bin ich sehr dankbar.

00:45:59: dafür bin ich der Dank war für dieses Gespräch mit dir, dass du uns auch so persönliche Einblicke gibst und gegeben hast.

00:46:07: Ich zeig euch natürlich das Buch einfach nochmal von Philipp in die Kamera.

00:46:12: Wer stirbt denn nicht?

00:46:13: ich verlinkt euch das natürlich alles unten in der Beschreibung Auch bei Instagram sind wir connectet usw.

00:46:19: Alles das verlinke ich euch natürlich auch Dass ihr den direkten Kontakt zu Philipp finden und suchen könnt.

00:46:26: Und gibt es etwas was du den Leuten mitgeben wollen würdest?

00:46:29: Menschen die... Es muss ja egal welche Erkrankungen oder welche Lebenssituation jemanden Gerade sehr verzweifelten Situationen, vielleicht steckt.

00:46:38: Gibt es was, was du damit geben magst?

00:46:41: Kannst?

00:46:42: Also ich bin ja kein Freund von so Ratschlingen.

00:46:47: Stimmt das hast Du gesagt vorhin.

00:46:48: Aber ich kann sagen, dass mir immer hilft oder... Ich glaube es ist wichtig sich nicht mit einer Diagnose oder einem Urteil oder irgendwas einer Bewertung selbst zu identifizieren.

00:47:08: Ich bin nicht alles, du bist nicht Emmi TVS oder wie heißt das mit deinem Kopfgelenk?

00:47:17: Hast

00:47:17: du ja die Kopfgelenksinstabilität genau hier?

00:47:19: Und

00:47:19: klar wir haben diese Probleme dieser Erkrankungen aber wir sind es nicht selber und somit ist jeder Verlauf auch möglich.

00:47:32: Und ich, auch wenn es dann heißt die Lebenserwartung ist X Y oder Es gibt keine Heilungen.

00:47:43: Oder es gibt keine Hoffnung.

00:47:46: Das würde ich bestreiten und ich sage immer erstmal abwarten und dann schauen wir mal.

00:47:57: Ich finde das ist eigentlich schon ein wunderschönes Schlusswort.

00:48:01: Vielleicht abschließen noch mal jetzt, wo wir hier am See sitzen und so zwischendurch du ja auch aus Wasser geguckt hast.

00:48:06: Und wie hier so in der Natur sind?

00:48:09: Was ist vielleicht das Hauptgefühl was du dabei hast?

00:48:13: Weil Du kannst es ja von vielen Seiten auch aus bewerten.

00:48:16: Du kannst glücklich sein darüber dass du da bist.

00:48:18: Du kann es traurig darüber sein, dass du es eben nicht so oft hast.

00:48:22: Was fühlst du gerade so am Am ehesten?

00:48:26: Also im Moment Und spektakulär, also es ist ruhig und friedlich.

00:48:37: Also ich glaube die Schönheit des Lebens findet man eher in den kleinen Dingen, die irgendwo nebenbei passieren, die gar nicht so spektakkulär sein müssen.

00:48:52: Die hat jeder jeden Tag in seinem Umfeld.

00:48:57: deshalb ... Das Glück ist näher als man glaubt.

00:49:02: Ich habe mich vertan, das war das Schlusswort.

00:49:05: Nicht das vorher!

00:49:07: Philipp Hanf ich danke dir von Herzen dass du da gewesen bist für diese Begegnung.

00:49:12: wir haben uns vorhin einmal schon getroffen bei einem Freund der uns zusammen geführt hat hier der liebe Marius den wir beide kennen ohne den er es ja auch gar nicht stattgefunden hätte.

00:49:20: dann kann natürlich auch an unsere Familien beziehungsweise meine Frau die Kleide die mit geholfen haben wie die Sachen aufzubauen an deine unterstützenden begleitern die Liebe Cassandra die auch mit dabei ist,

00:49:30: die

00:49:31: immer darauf achtet dass es dir gut geht.

00:49:32: Es sei denn du kriegst zwischendurch was heutzutage Leute nötigen und ja Revier markiert.

00:49:39: das musst du einmal noch mit rein!

00:49:42: Von Herzen danke für dich einfach wie Du bist, dass Du hier gewesen bist, Dass Du so offen, so persönlich gesprochen hast, dass wir uns an Deinen Gedanken und Gefühlen hast teilhaben lassen Und für das alles was Du uns mitgegeben hast heute in Deiner Situation und ich wünsche natürlich auch für die Zukunft Einfach nur das Beste.

00:50:00: und von mir aus können wir jetzt einfach jedes Jahr die nächsten zehn, zwanzig Jahre nochmal eine Podcast-Folge zusammen aufwählen.

00:50:07: Von Herzen wirklich alles Gute!

00:50:08: Und jeder der zu mir in den Podcast kommt auch am See, egal ob wir drinnen oder draußen sind bekommt natürlich von mir ein kleines Dankeschön als Erinnerung an diesem Podcast.

00:50:16: Und auch du lieber Philipp bekommst natürlich... ...von mir einen eigenen kleinen Meteoriten.

00:50:24: Sehr, sehr geil.

00:50:26: Wo wir wieder beim Thema sind Teil von etwas Großen zu sein, von der Natur zu sein.

00:50:32: Sich als Teil von Etwas zu verstehen.

00:50:35: Ja, freue ich mich wirklich sehr weil

00:50:39: das ist

00:50:39: mein erstes Ambediruit und er wird ein Erdplatz erhalten!

00:50:46: Das ist schön, das freut mich.

00:50:48: Freut mich dass es dich freut.

00:50:50: Gut vielen Dank.

00:50:51: wenn ich jetzt dir auch noch ein kleines Teil überreichen darf ist zwar kein Unikat, aber es gibt es tatsächlich nur fünfundzwanzigmal auf dieser Welt.

00:51:07: Und zwar gibt das eine Sonderedition meines Buches.

00:51:12: Die habe ich gemacht eigentlich nur für meine Familie und engsten Freunde.

00:51:20: Oh wow!

00:51:21: Ich würde dir gerne ein Buch davon überreichen, dass hat... Das alte Cover, was ich damals selber designed habe.

00:51:33: Bevor das Buch zu dem Verlag kam, hab' ich es selber sozusagen verlegt und die zweite Auflage mit weiteren Bildern gibt's eben in dieser Version nur von zwanzigmal.

00:51:51: Und ich kanns dir nicht reichen,

00:51:54: aber rüber schiebe... Ich werde es mir einfach mal ganz frech an eignen!

00:51:56: von Herzen vielen, vielen Dank.

00:51:58: Oh wow!

00:52:00: Das ist noch mit wallendem Haar?

00:52:02: Ich zeige euch das mit die Kamera.

00:52:04: ich hoffe ihr könnt es gut sehen.

00:52:05: ansonsten blende ich euch das auch einfach nochmal ein.

00:52:10: Vielen, vielen dank.

00:52:10: Das ist eine große Ehre für mich.

00:52:13: Das bedeutet mir ganz viel und das ist echt toll wie die Aussicht auf den Tod mein Leben veränderte Ganz toll.

00:52:21: Vielen, Vielen Dank von Herzten auch dafür.

00:52:25: So was machen wir jetzt?

00:52:30: Das klingt doch noch einem sehr, sehr guten Plan.

00:52:33: Wie gesagt, ich danke dir, dass du da gewesen bist!

00:52:35: Auch euch vielen, vielen Dank, dass ihr mit dabei gewesen seid.

00:52:38: Dass ihr uns begleitet habt hier an diese etwas andere Location als jetzt das Podcast-Bett.

00:52:43: Da wird es natürlich auch weiterhin folgen geben.

00:52:45: Aber ich habe gerade eine Phase in der ich mal ein bisschen länger sitzen kann zwischendurch vielleicht... Gerade im Sommer lässt sich das ja etablieren irgendwie, dass wir das mal häufiger machen können.

00:52:54: Ich hoffe ihr habt euch gut unterhalten, gut informiert auch inspiriert und berührt gefühlt.

00:53:00: Auch ihr könnt dieses Projekt natürlich weiter unterstützen indem ihr mir liked teilt abonniert.

00:53:05: Ihr könnt auch das Projekt finanziell unterstützen über eine Kanalmitglitschaft bei YouTube zum Beispiel oder über meine PayPal Kaffee Kasse.

00:53:12: der läuft ja auch immer mal zwischendurch so ne kleine Bauchbinde durch.

00:53:15: vielen Dank an alle die es schon gemacht haben und ansonsten wo auch immer ihr euch gerade im Leben befinden solltet, ob ihr eine Erkrankung habt oder woanders irgendwie feststeckt.

00:53:24: Nicht aufgeben!

00:53:25: Ich hoffe wir haben einen stabilen Tag und ich glaube das ist so einer der größten Erkenntnisse glücklich zu bleiben.

00:53:32: Das ist das Wichtigste.

00:53:35: Ja?

00:53:36: Philipp Hanf vielen Dank.

00:53:37: es war ganz toll mit dir.

00:53:39: alles Gute.

00:53:40: Imfalls danke schön

00:53:41: und euch auch bis zur nächsten Folge.

00:53:43: Tschüss

00:53:51: Der Podcast im Bett mit Pascal Hilgruber.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.